Achensee#

Achensee

Fährt man durch das Inntal, ständig auf beiden Seiten begleitet von hohen Gebirgszügen, so kann man sich nicht vorstellen, dass da irgendwo noch ein größeres Gewässer Platz finden könnte. Und dennoch, nördlich von Jenbach erstreckt sich Tirols größter See. Eingebettet zwischen den Kalkzinnen des Karwendel und den Schrofen des Rofangebirges beeindruckt er mit seinem fjordartigen Charakter. Hohe Felswände streben an seinen Ufern gegen den Himmel, unberührte Buchten locken und Wasserfälle stürzen an mehreren Stellen zu Tal.

Es darf daher nicht wundern, dass in den vergangenen Jahrhunderten dieser See zum bevorzugten Jagd- und Fischgebiet der Landesherren zählte. Nach dem Ersten Weltkrieg erwarben die Tiroler Wasserkraftwerke den See, den sie in lobenswert landschaft-schonender Art als Speicher für das Achensee-Kraftwerk bei Jenbach benützen.

Der größte Ort am See ist Eben/Maurach mit der Wallfahrtskirche zur Hlg.Notburga. Auf den Resten einer alten gotischen Kirche wurde der Bau 1736 mit reichem Rokoko-Schmuck errichtet. Im beliebten Ferienort Pertisau ist die 1969 von Clemens Holzmeister geschaffene Kirche absolut sehenswert. Am Nordende des Achensees liegt Achenkirch mit der Barockkirche „Zum Johannes dem Täufer“ (1748 bis 1750) mit ihrem charakteristischen Zwiebeldachturm. Von Jenbach bis zum „Seespitz“ im Süden des Achensees verkehrt die Achenseebahn (teilweise mit Zahnradbetrieb) und Schiffsanschluß während des Sommers.

Wandervorschlag#

Auf die Dalfaz-Alm: Ausgangspunkt ist Maurach am Achensee, von dort Auffahrt mit der Rofanseilbahn. Von der Bergstation weg begehen wir den Pfad mit der Markierungsnummer 413 in einer ¾ Stunde mäßig abwärts längs der Bergflanke mit ständigem Prachtblick zum Achensee bis zur Dalfaz-Alm (1.639 m). Mit ihren steinbeschwerten Schindeldächern ist sie eine echte „Bilderbuch-Alm“ mit Tiefblick zum Achensee und darüber zu Riffel, Olperer und Gefrorener Wand. In einer ¾ Std. kann man von hier das „Steinerne Tor“ (1.976 m) erreichen.

Landkarte: F & B Nr. 321

Steckbrief#

929 Meter Seehöhe. 7,2 km², 9 km lang, 1 km breit, 133 m tief.
Fast keine Fische. Segeln, Surfen, Ruderboote, Kanufahren.
Tauchsport: Das Wasser ist klar und zeimlich kalt, an der Oberfläche kaum je mehr als 18 Grad. Im Winter friert der südliche, flachere Teil des Sees zu. Die Ufer fallen auf beiden Längsseiten steil ab. Durch die Elektrizitäts-Bewirtschaftung schwankt der Wasserspiegel; er kann im Winter bis zu 10 Meter absinken. Die besten Tauchzeiten sind Sommer und Herbst. Die Tauchgebiete liegen an der Ostseite. Unterwasserpflanzenbewuchs gibt es fast keinen; es wird lediglich von Geröllhalden berichtet. An sich gilt generelles Tauchverbot, zugelassen sind Tauchsportvereine und Tauchschulen. Einzeltaucher benötigen eine „Einzeltauchgenehmigung“.

Information: Achensee Tourismus, Rathaus, A-6215 Achensee, Telefon: (05246) 5300, Fax: (05246) 5333, E-Mail: info@achensee.info, Internet: www.achensee.com.

Schifffahrt: Von Anfang Mai bis Ende Oktober verkehren die Schiffe MS Tirol, MS St.Benedikt, MS St.Josef, MB Tirol am See. Tourismusverband Pertisau, Telefon: (05243) 5253 E-Mail: info@tirol-schifffahrt.at, Internet: www.tirol-schifffahrt.at


© Bild und Text Hilde und Willi Senft