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Trias der Wirtschaftslandschaft: Salz - Holz - Wasser#

Auch wenn für den Salzbergbau Kontinuität vorauszusetzen ist, erreichte der Wirtschaftsraum "Salzkammergut" erst wieder im Hochmittelalter ähnliche Bedeutung wie zur prähistorischen Kulturblüte. Die ereignisreiche Geschichte um Salz und Herrschaft springt um fast ein ganzes Jahrtausend: Die Heirat von Albrecht, dem Sohn Rudolfs I. von Habsburg, mit Elisabeth von Görz-Tirol markiert das 13. nachchristliche Jahrhundert als prägenden Neubeginn. Dass Elisabeth das Salzkammergut damals als Morgengabe erhalten habe, ist zwar historisch umstritten, ihre Neuregelung der Salzwirtschaft zusammen mit der Erhebung Hallstatts in Marktrechte jedoch für 1311 urkundlich belegt. Die verliehenen Privilegien läuten ein neues, über Jahrhunderte währendes Zeitalter ein - jenes des staatlichen Salinenwesens. Die kulturlandschaftlichen Konsequenzen dieses ökonomie-politischen Reglements führen zu einer intensiv bewirtschafteten und verwalteten „Nutzlandschaft". Denn Salz braucht Holz. Und Salz und Holz brauchen Wasser. Diese einfachen Zusammenhänge definierten Transportwege und Betriebsstandorte. Den Produktionsbedingungen galt in den Jahrhunderten des Salzes die Hauptsorge eines Wirtschaftsimperiums, an dessen Spitze der habsburgische Landesfürst stand. Kaiser Maximilian I. legte die Grundlage einer geordneten Waldwirtschaft. Zahlreiche Erlässe und Reglementierungen beschützten fortan das "Hall-Holz" vor dem Zugriff von Land- und Almwirtschaft, Hausbau und Handwerk.

Der Betrieb der Sudpfannen verschlang enorme Mengen von Brennmaterial. Großflarnmig brennendes, schnell wachsendes und hitzespendendes Holz musste es sein. Fichten und Tannen erfüllten diese Voraussetzungen am besten, weswegen der Schwarzwald systematisch alle anderen natürlichen Arten der alpinen Mischwälder verdrängte.


© Bild und Texte Anselm Wunderer & Riki Wunderer