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Ollersdorf "Marienquelle" Wallfahrtsanlage#

Gemeinde und Pfarre Ollersdorf; Bezirk Güssing


Ollersdorf, Marienquelle

Tourist/Web Info

Tel: 03326 52444
www.burgenland.at/Ollersdorf

Wegbeschreibung

A 2 - Abf. Lafnitztal Oberwart - Richtung Güssing - Kemeten Ollersdorf, Güssing, Burgenland

Wasserentnahme

Quelle frei zugänglich, viel Wasser


Der Ort:#

In der Thermenregion Südburgenland gelegen, findet man Ollersdorf direkt an der Nord-Süd-Verbindung (B 57) zwischen Oberwart und Güssing. Der Strembach teilt die Energiespar-Gemeinde in genau zwei Hälften, sie ist ein idealer Radfahr- und Wanderort mit der nahen Golfschaukel und der gut erreichbaren Kumpf-Therme. Sportanlagen wie z. B. Tennisplätze stehen zur Verfügung, ein reiches Kulturangebot kommt von vielen Vereinen (Musik, Gesang, Sport, Jagd). Ein besonderer Geist scheint über der Landschaft zu liegen, hier hat die marianische Wallfahrt bereits fast 400-jährige Tradition.

Der Weg zur Quelle:#

Von Oberwart kommend fährt man rechts über die Brücke Richtung Wallfahrtskirche; sie ist gut ausgeschildert. Es gibt viele Parkplätze. Bründlkapelle und Quelle befinden sich visa-vis der großen Wallfahrtskirche.

Allgemeines:#

Über die Entstehung der Quelle gibt es eine penible Niederschrift: Das Geburtsdatum der Quelle war der 3. April 1626. In der Nähe ihres Ursprungs hatten die damaligen Bewohner ihre Gemüsegärten, die "Krautäcker". Sie vernahmen Donnergrollen, aber da nichts weiter geschah, kümmerten sie sich nicht darum. Am nächsten Tag hörte man das Donnergrollen wiederum. Die Menschen wurden unruhig, da sie meinten, ein Erdbeben stünde unmittelbar bevor. Am dritten Tag zitterte die Erde. Ein Sturm tobte und alle verkrochen sich in ihren Häusern. In den "Krautäckern" aber öffnete sich die Erde und eine riesige Wasserfontäne schoss zum Himmel. Eine klare, unentwegt sprudelnde Quelle blieb zurück. Als sie das Wunder bestaunten, entdeckten die frommen Menschen in der Quelle das Bildnis der hl. Maria. Es wurde geborgen und in einer schnell errichteten Holzkapelle aufbewahrt. Der Grundstein für eine jahrhundertelange Marienverehrung war gelegt. 1768 entstand die erste Kapelle aus Stein über dem "heilsamen" Brunnen, der sich damals noch unter der Altartreppe befand und von dort ins Freie geleitet wurde. 1954 wurde die Kapelle durch eine neue und größere ersetzt und nicht mehr über dem Brunnen erbaut. 1986 wurde das gesamt Areal neu gestaltet. Die traditionelle Wallfahrt zu "Maria Helferin" ist am Großfrauentag (15.8.).

Ollersdorf, Marienquelle

Die Quelle:#

Der zauberhafte Ort neben dem Flüsschen mit Bänken bei der gepflasterten Brunnenanlage, mit weiten Wiesenflächen, auf denen noch Maulwürfe leben dürfen, ist beruhigend und aufregend gleichzeitig. Bei Vollmond kommen Busse voller Menschen, die sich das heilige Wasser holen. Die Quelle ist ein Kraftort und das Ende eines Kraftweges von der Therme Stegersbach weg. Hier benetzen sich die Wallfahrer das Gesicht und trinken, ein Brauch, der bis heute erhalten blieb. Die Quelle hat als zugeordnete Pflanze die Kultpflanze Lotus. Über die Jahrhunderte sind viele Wunderheilungen überliefert, manche davon aus neuerer Zeit.

Das Wasser:#

Die Schüttung ist hoch und an Wochenenden muss man sich anstellen, um zum Wasser zu gelangen. In der Kapelle kann man den Befund über das Wasser nachlesen, es wird als ergiebig, "hervorragend" und "heilend" geschildert. Die Anwendung bei Augen-, Nerven-, Zungen-, Zahn-, Rachen-, Kehlkopf- und Schilddrüsenerkrankungen wird hervorgehoben. Das Wasser hat 39.000 Bovis-Einheiten und ist rechtsdrehend - eines der Lichtwässer Mitteleuropas. Eine Abfüllung bei Vollmond hat sich durchgesetzt. An einem solchen Tag kommen besonders viele Menschen.



© "Heilige Quellen in Österreich" von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka.


Gemäß der Angabe der Pfarrgemeinde unter http://www.energiedorfollersdorf.at/kirche/gnadenquelle/# und der Webseite über Sagen und Legenden unter http://www.sagen.at/doku/quellen/quellen_burgenland/ollersdorf.html entstand die Quelle akm 23. und nicht am 3. April 1626. Weiters ist der Kartenlink vollkommen falsch. Wenn man diesen anklickt kommt man nach 2252 Ollersdorf in Niederösterreich. Das Ollersdorf in diesem Artikel findet sich im Bezirk Güssing im Burgenland und hat die Postleitzahl 7533 und man findet diesen Ort unter http://bit.ly/H1CN5w in googlemaps. Mit freundlichen Grüßen Karl Heinz Tessarek

-- Tessarek Karl Heinz, Samstag, 24. März 2012, 20:44


Dieses Buch "Heilige Quellen in Österreich" in der Austria-Forums Bibliothek wurde für das Austria-Forum aufbereitet.

Das zu Grunde liegende Buch "Heilige Quellen in Österreich" stammt von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka und ist 2005 im Freya Verlag (Sonderausgabe für A&M, Salzburg) erschienen.


Den Karten-Link haben wir selbstverständlich korrigiert (DANKE für den Hinweis!)- am Originaltext der Autoren (obengenanntem Buch entnommen) können wir leider nichts verändern:

...Über die Entstehung der Quelle gibt es eine penible Niederschrift: Das Geburtsdatum der Quelle war der 3. April 1626...


(Auch der Bericht des Energiedorfs Ollersdorf könnte Tippfehler haben!)

-- Schinnerl Ingeborg, Montag, 26. März 2012, 11:48