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Japons "Florianibründl" Kapelle und Quelle#

Gemeinde und Pfarre Japons; Bezirk Horn


Japons

Tourist/Web Info

Tel: 02914 6202
www.japons.at

Wegbeschreibung

Horn - Geras Japons, Horn, Niederösterreich

Wasserentnahme

Quelle frei zugänglich, viel Wasser



Der Ort:#

Etymologisch bedeutet Japons "beobachten", "betrachten" oder "horchen". Im Gebiet der heutigen Großgemeinde (acht Ortschaften) gibt es zahlreiche Funde aus den Paläolithikum. Sie stammen von einer vorgeschichtlichen Ansiedlung auf dem Kirchberg, in der Umgebung gab es mehrere Lagerplätze der Eiszeitmenschen (Cro-Magnon-Rasse). Der heutige Besucher beobachtet, betrachtet und lagert im ausgedehnten zauberhaften Saaßwald, einem Erholungsgebiet mit gut ausgebauten Wegen. Japons hat 807 Einwohner und eine ökologisch einwandfreie Naturlandschaft mit vielen Freizeitmöglichkeiten, z. B. fischen, Tennis spielen, baden, wandern oder Rad fahren.

Der Weg zur Quelle:#

Japons
Vom Ort weg sind es genau 2,5 km bis zum Bründl. Man fährt im Ort über die Brücke, dann wiederum links und immer entlang der Asphaltstraße, vorbei an Feldern und einer Christbaumplantage (ab hier bereits geschotterter Weg). Dann bei der ersten Möglichkeit vom Weg am Waldrand links in den Wald hineinfahren, bei der nächsten Gabelung gleich wieder links. Ab hier der Forststraße folgen und zwar 500 Meter (Tacho). Bei der zweiten Abzweigung rechts geht es leicht bergab und nach 300 Metern sieht man die Kapelle.

Allgemeines:#

Das Florianibründl wird in alten Aufzeichnungen auch "Saaßbründl" genannt, nach dem Saaßwald, in dem es liegt. Die Kapelle erbaute 1808 ein Förster namens Rondonelli bei der Quelle. Es hat bereits vorher ein Bauwerk beim Bründl gegeben. Der Legende nach fühlte sich ein Graf durch den Bildstock bei seiner Quelle im Wald gestört und er ließ ihn entfernen. Dies geschah mehrere Male, aber das Bildnis tauchte auf geheimnisvolle Weise immer wieder dort auf. Dies wertete man als Fingerzeig auf die Heiligkeit des Platzes und baute eine Kapelle. Die jährliche Wallfahrt findet am Sonntag um den 4. Mai (hl. Florian) statt.

Die Quelle:#

Japons
Auf einer weiten Lichtung im Nadelwald, inmitten von riesigen Laubbäumen, steht eine kleine Kapelle mit einer angebauten Überdachung für viele Sitzplätze im Freien. Einige Schritte darunter sieht man das Brunnenhäuschen mit einer steinernen Statue des hl. Florian, aus dessen Fuß Quellwasser rinnt. Schon auf der Straße in Japons steht der Heilige und weist den Weg. Frau Trögl, unsere Führerin, erzählt von der Nähe der "Schwarzen Luckn", bei der im Frühling alles von Frühlingsknotenblumen bedeckt ist, und vom schönen Platz hier, der nicht in Vergessenheit gerät, auch wenn ihn außerhalb der Wallfahrt nur mehr selten Menschen aufsuchen. Die Waldquelle hat etwas Beschützendes, als könne sie einen Mantel bilden, der gegen Unbill umgelegt wird, was bei fließendem Wasser natürlich gänzlich unmöglich ist, jeder weiß das - und doch... Sie speist ein Bächlein an dessen Rändern Kräuter sprießen.

Das Wasser:#

Es ist lebendig, seine chemische Zusammensetzung unterscheidet sich nicht von jener anderer Quellen der Umgebung - ein guter Quelltrunk eben. Vielleicht ist gerade bei diesem Wasser (wie auch bei vielen anderen heiligen Wässern) die Anordnung der Wassermoleküle eine spezielle, und so entfaltet es auch seine Wirkung beim lebendigen Organismus. Die Schüttung ist hoch und eine Flaschen- oder Kanisterbefüllung leicht und schnell möglich. Das Wasser hält in Glasflaschen mehrere Monate.



'© "Heilige Quellen in Österreich"' von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka.