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St. Corona am Schöpfl "Heilbrunnen"#

Gemeinde Altenmarkt; Ort und Pfarre St. Corona; Bezirk Baden


St. Corona am Schöpfl, Heilbrunnen

Tourist/Web Info

Tel: 02673 2200 13
www.altenmarkt.co.at

Wegbeschreibung

A 21 - Abf. Alland - Hafnerberg - Altenmarkt St. Corona am Schöpfl, Baden, Niederösterreich

Wasserentnahme

Brunnen frei zugänglich, ausreichend Wasser



Der Ort:#

St. Corona am Schöpfl, Heilbrunnen

Das Gebiet gliedert sich historisch gesehen in zwei Komplexe; diejenigen Ortschaften, die der Herrschaft des Benediktinerstiftes Mariazell in Österreich angehörten - Kleinmariazell bzw. Klosteramt, Nöstach, Thenneberg und Altenmarkt -, und die Region, die dem kaiserlichen Wienerwald angehörte, in der zu Ende der 17. Jahrhunderts die Holzhauersiedlung St Corona gegründet wurde Heute ist St Corona ein kleiner Ort mit etwa 300 Einwohnern, die Hälfte davon sind Zweithausbesitzer. Die alte Pfarrei wird gerade von den Samaritern renoviert Die Gegend strahlt Ruhe und Frieden aus, wie man es heute nur mehr selten findet Die idyllische Landschaft, viele Wanderwege auf den höchsten Berg des Wienerwaldes, den Schöpfl, und die 893 Meter hohe Matraswarte sind Ausflugsziele. Die bewirtschaftete Schutzhütte erreicht man in einer Dreiviertelstunde.

Der Weg zur Quelle:#

In die Ortsmitte fahren und beim Kaufhaus Adeg scharf rechts abbiegen. Gleich danach kann man sich bereits einen Parkplatz suchen, denn der Brunnen ist unübersehbares Kleinod auf dem kleinen Platz zwischen Kaufhaus Huber und dem Kirchenberg. Das ganze Areal ist neu hergerichtet, mit Bänken und Blumen.

St. Corona am Schöpfl, Heilbrunnen

Allgemeines:#

Unter Abt Michael wurde in den landesfürstlichen Wäldern (Kaiserwald) bereits im Jahre 1444 eine kleine Kapelle zu Ehren der hl. Corona und Anna geweiht. Sie lag nahe einem heilsamen Bründl, das ein Ziel zahlreicher Hilfe suchender Pilger geworden war. Trotzdem geriet die Kapelle nach ihrer Zerstörung beim Türkeneinfall des Jahres 1529 in Vergessenheit und wurde erst Anfang des 18. Jh.s wieder errichtet. Somit hat St. Corona das älteste Heiligtum der heiligen Corona in Niederösterreich, sie ist die Schutzpatronin der Geschäftsleute. Das malerische barocke Wallfahrtskirchlein wurde 1719 bis 1722 errichtet. Über St. Corona führt die "Via Sacra", der alte Pilgerweg nach Mariazell.

Die Quelle:#

Der Brunnen wurde erst kürzlich von den Einwohnern in Eigenregie renoviert. Aus Jeder Berufssparte hat jemand geholfen und seine Fachkenntnisse eingebracht. Als man in die Tiefen stieg, fand man die alte Fassung aus Ulmenholz noch immer unbeschädigt, die darauf geschichteten Steinreihen zeigten ein besonderes Muster, das bislang noch nicht entschlüsselt ist. Die Quelle entspringt in 6 Meter Tiefe. Das Becken aus 1877 wurde wiederum aufgestellt, vorher gab es einen Holzaufbau. In der Pfarrchronik sind viele Heilungen dokumentiert, Krücken und Votivbilder fand Herr Huber im Museum in Mödling und hat sie wieder an ihren Ursprungsort zurückgeholt. Sie befinden sich jetzt im Altartisch der Kirche Der Schlüssel zur Kirche ist beim Haus daneben abzuholen. Früher gab es wöchentliche Wallfahrten, jetzt immerhin noch eine Heilmesse im Monat.

Das Wasser:#

Die Legende erzählt von einer Hostie, die mitsamt der Monstranz in den Brunnen geworfen worden war und nach 60 Jahren unversehrt geborgen wurde. Das Wasser ist kühl und schmeckt köstlich. Man muss es hochpumpen und hat dann reichlich vom heilenden Nass, die Abfüllung ist leicht zu bewerkstelligen. Hier, bei diesem glänzenden Kleinod, verweilt man gerne und ist ungestört oder umgeben von besonders reizenden Menschen.



'© "Heilige Quellen in Österreich"' von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka.