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Pierbach "Odilienquelle" Quelle und Bildstock#

Gemeinde und Pfarre Pierbach; Bezirk Freistadt


Pierbach,, Odilienquelle

Tourist/Web Info

tel. 07267 8255
www.pierbach.at

Wegbeschreibung

Perg - Naarntal, Rechberg - Pierbach Pierbach, Freistadt, Oberösterreich

Wasserentnahme

Quelle frei zugänglich, reichlich Wasser



Der Ort:#

Der Name Pierbach dürfte mit dem Wort "Birke" zusammenhängen und ist schon sehr alt. 1114 schenkte Rudolf der Jüngere von Perge der Martinskirche zu Pergkirchen das Gebiet um "Pirichbach". Das ganze Gebiet ist durch die Flussläufe der Großen und der Kleinen Naarn geprägt. Es gibt Streusiedlungen, die Talflächen liegen im Überschwemmungsgebiet. Auf einem Gebiet von 4.500 m2 steht die Burgruine Ruttenstein, die seit dem 16. Jh. langsam verödete, da die Herrschaft Greinburg sie nicht mehr als Wohnsitz benötigte. Der ehemalige Wohnturm ist heute als Aussichtsturm ausgebaut; die Eigentümer sind die Herzöge von Sachsen-Coburg-Gotha. In Pierbach gibt es eine Fülle steinerner Zeugen aus der Vorzeit. Besonders beeindruckend sind die vielen Schalen- und Pechölsteine, aber auch der sogenannte Ochsenstein, ein hoher Felsen in der Klausnerschlucht.

Der Weg zur Quelle:#

Mitten im Ort, bei der Busstation auf der rechten Seite, fährt man immer dem Zeichen mit dem Auge nach. Der Weg zum Bründl folgt anfangs der Markierung des Burgen- und Schlösserweges, beide Wege sind gut ausgeschildert. Man kann die asphaltierte Straße entlang fahren oder zu Fuß gehen. Wenn der Asphalt- in einen Schotterweg mündet, kann man zwar noch immer mit dem Auto weiter, zumindest bis zu einem neu erbauten Haus, könnte aber die 1/2 Stunde Fußweg in Kauf nehmen - so nähert man sich dem Heiligtum in der rechten Art und Weise. Der Weg zum Bründl führt zuerst durch Wiesen und Felder, dann aufsteigend durch den Wald. Beim Haus auf einer Waldlichtung muss man den Wagen in jedem Fall abstellen, der letzte Teil des Weges (5 Minuten) führt durch eine Findlingslandschaft aus Steinblöcken und hohen Bäumen. Es liegt in der Nähe der Zigeunermauer, einer Waldregion, wo die Gemeinden Pierbach und St. Thomas aneinandergrenzen. Man findet Wiesenbärenklau, den Faulbeerstrauch, Heidelbeeren, Herzbeeren, viele Farne und Schwammerl, auch den schon seltenen Fliegenpilz.

Allgemeines:#

Pierbach,, Odilienquelle

Viele Quellheiligtümer sind vorchristlichen Ursprungs und erst sehr viel später von der Kirche mit Beschlag belegt worden. Dies erfolgte zum Schutz der Landbewohner, die sich einerseits nicht von ihren alten Bräuchen trennen wollten, andererseits in Gefahr gerieten, heidnischer Umtriebe angeklagt zu werden und als Hexen und Ketzer auf dem Scheiterhaufen zu landen. Meist gab man den Heilbrunnen den Namen der Muttergottes oder, wie in diesem Fall, den der heiligen Odilie. Die Heilige war als Herzogstochter blind zur Welt gekommen und hatte als junges Mädchen die Vision, nach ihrer Taufe sehen zu können. Genauso geschah es. Sie erlangte während der Taufzeremonie ihr Augenlicht. Vor Generationen ist hier die blinde Susanne Huemer geheilt worden, deshalb ziehen auch heute noch Menschen mit Sehproblemen hierher.

Die Quelle:#

Ameisen sind Strahlensucher und markieren starke Orte, viele große Ameisenhaufen findet man bereits am Weg, der sich zu einem Platz unter Bäumen weitet. Man steht vor einer Granitsäule, die das Bild der heiligen Odilie trägt. Es ist ein gutes Gefühl, an diesem Platz zu sein. Das Bründl befindet sich in Privatbesitz und soll allen Menschen, die es brauchen, zur Verfügung stehen, so das Vermächtnis der Familie Steinkellner. In Pierbach befindet sich nicht nur diese heilige Quelle mit den vielen guten Eigenschaften, sondern auch eine Abfüllstation, die zwar auf eine andere Quelle zurückgreift jedoch ähnliche Qualität hat. Die Firma Irxenmayr - "Das Wasser" - liefert ihr hervorragendes Quellnass an Fluglinien, die Bahn und sie befüllt damit Bürogallonen.

Das Wasser:#

Es kommt direkt aus dem Berg und wird über ein Eisenrohr durch den Stein in einen hohlen Steinsockel geleitet, wo es wieder abfließt. Es schmeckt wie wohltuende Medizin, etwas bitter, sehr frisch und kühl. Beim Benetzen der Augen mit dem Wasser fühlen sich Augen und Haut wohl, der Blick wird klar und die Haut fühlt sich an wie Samt. Das Abfüllen ist ohne weiteres möglich und geht schnell voran. Wahrscheinlich ist das Wasser radonhältig. Es ist wenig mineralisiert, enthält fast kein Natrium und auch kein Eisen. Man bescheinigt ihm bis zu 12000 Bovis-Einheiten (radiästhetische Messung) und hohe Widerstandskraft. Dieses Wasser eignet sich besonders gut für die Ableitung von schädlichen Fremdstoffen.



'© "Heilige Quellen in Österreich"' von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka.