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St. Florian "Florianibründl" Quelle und Kirche St. Johann#

Gemeinde und Pfarre St. Florian; Bezirk Linz-Land


St. Florian, Florianibründl

Tourist/Web Info

tel. 07224 5690
www.st-florian.at

Wegbeschreibung

A 1 - Abfahrt Asten - St. Florian St. Florian, Sankt Florian, Linz-Land, Oberösterreich

Wasserentnahme

Quelle frei zugänglich, über Treppen zu erreichen, sehr viel Wasser



Der Ort:#

St. Florian liegt auf der Romantikstraße und ist durch das Augustiner Chorherren-Stift und kulturelle Aktivitäten (Sängerknaben, Stiftskonzerte, Ausstellungen) weltweit bekannt. Jakob Brandtauer und Carlo Carlone schufen ein Barockjuwel, Anton Bruckner hat hier gewirkt und ist hier zur letzten Ruhe gebettet. Der Ort bietet seinen 5.500 Einwohnern und vielen Gästen ein breites Kulturprogramm, unverbrauchte Natur und Erreichbarkeit über die nahe Autobahn. Das historische Feuerwehrzeughaus, die Florianer Museumsbahn, der Denkmalhof Sumerauer und das Jagdmuseum Hohenbrunn sind Anziehungspunkt.

Der Weg zur Quelle:#

Von Linz kommend, wählt man die ausgeschilderte Einfahrt St. Florian und fährt durch den Ort, am Marktplatz vorbei, die Wienerstraße entlang bis zu Nummer 26. Bei Nummer 28 befindet sich rechter Hand die Zufahrt zur Kirche St. Johann, die man unmittelbar vor sich sieht. Die Straße ist an dieser Stelle eng. Parkmöglichkeiten muss man sich vorher oder nachher suchen. Rechts vom Vorplatz der Kirche mit Kopfsteinpflaster und Granitplatten geht es über eine Treppenanlage hinab zur Brunnenanlage.

St. Florian, Florianibründl

Allgemeines:#

Die Legende berichtet, der heilige Florian wäre, nachdem er im römischen Lauriacum mit einem Mühlstein um den Hals in der Enns zu Tode gekommen war, bei einem Felsen an Land gespült worden. Ein Adler beschützte den Leichnam, bis eine fromme Frau mit einem Ochsengespann kam, den Toten auf den Wagen lud und aufbrach, um eine geeignete Grabstätte für den heiligen Mann zu finden. Als die müden Zugtiere nicht mehr weiterkonnten, bat Frau Valeria Gott um Hilfe. Da ließ Gott an dem Platz eine Quelle sprudeln, die Ochsen labten sich daran und brachten den heiligen Florian zu seinem Begräbnisort. Auch wenn nicht mit hundertprozentiger Sicherheit feststeht, wo sich das Grab des hl. Florian befindet, ist es wahrscheinlich, dass das Stift darüber gebaut ist. An die Quelle erinnert die Filialkirche St. Johann der Täufer. Sie war eine alte Taufkirche und ist urkundlich 1111 zum ersten Mal erwähnt. Im Kern ist sie sicher älter.

Die Quelle:#

Die Quelle entspringt in der kleinen St. Johann-Kirche und wird von hier in die außerhalb liegende barocke Brunnenanlage geleitet. Aus einer Statue des hl. Florian sprudelt aus seinem Eimer das kostbare Nass. Eine zweite Leitung führt zu einem großen Steinbottich. Das Brunnenbecken ist mit einem Eisenrost abgedeckt, so können Flaschen, aber auch größere Kanister ohne Problem abgestellt und befüllt werden.

St. Florian, Florianibründl

Das Wasser:#

Die Nachbarn trinken das Wasser "manchmal, aber nicht immer" und beobachten in letzter Zeit wieder steigende Frequenz, sehr viele Leute kommen. Das sehr kalkhältige Quellwasser gilt von altersher als heilkräftig und war im Mittelalter Ziel großer Wallfahrten. Es ist kühl und erfrischt augenblicklich. Die Quelle ist nicht in die Ortswasserleitung der Florianer eingebunden worden, so kommen viele Bewohner mit Kanistern oder ganzen Kisten voller Flaschen, um Heilwasser zu holen, und trotz des Kalkgehalts, so wird versichert und auch von uns wahrgenommen, werden Kaffee und Tee vorzüglich. Die Schüttung ist beachtlich, eine 1-l-Flasche ist in Sekunden voll.



'© "Heilige Quellen in Österreich"' von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka.