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Filzmoos "Meeräugl" Quelle#

Gemeinde und Pfarre Filzmoos; Bezirk Tamsweg


Filzmoos, Meeräugl

Tourist/Web Info

Tel. 06453 8235
www.filzmoos.at

Wegbeschreibung

A 10 - Ausfahrt Eben im Pongau - 11 km bis Filzmoos Filzmoos, Sankt Johann im Pongau, Salzburg

Wasserentnahme

Quelle frei zugänglich, ausreichend Wasser


Der Ort:#

Der Kupfer- und Silberbergbau, Landwirtschaft, Jagd und Fischerei spielten im Filzmoos der Vergangenheit eine große Rolle, heute ist der Fremdenverkehr ein wichtiges Standbein. Nach Metallen suchen im Moment nur mehr Urlauber und die Jugend, im "Hammergraben" wird man immer noch fündig. Lifte und Anlagen für den Skisport sind wunderbar ausgebaut, eine besondere Attraktion ist die Höhenloipe Rossbrand, die zur Radstädter Hütte führt. Immer die Berge vor Augen und mit fantastischer Rundsicht erlebt man imposante Natureindrücke. Im Sommer und Winter ist in diesem zauberhaften Wander- und Skigebiet "Sportwelt Amade" der Dorfplatz das Zentrum geselligen Treibens. Den Mittelpunkt bildet ein als Bergkristall ausgebildeter Brunnen. Konzerte der Trachtenmusikkapelle, viele Brauchtumsfeste und Veranstaltungen machen aus Einheimischen und Gästen eine echte Dorfgemeinschaft. Berühmt ist das Filzmooser Kindl, eine Figur des Jesuskindes, das den Schwurfinger hebt. Es steht in der Kirche von Filzmoos und ist immer noch ein Wallfahrtsmotiv, denn viele Gebetserhörungen werden der Kultfigur zugeschrieben.

Der Weg zur Quelle:#

Um die sagenumwobene Meeräugl-Quelle zu finden, fährt man in Filzmoos Richtung Hofalmen und Bischofsmütze. Nach etwas mehr als 5 Kilometern kommt man zur Weggabelung Unterhofalm/Oberhofalm, in Richtung Oberhofalm halten. Nach etwa 100 Metern sieht man ein Forsthäuschen, 200 Meter danach, rechts bei der Weggabelung zur Sulzenalm/ Oberhofalm, befindet sich die Quelle ca. 70 Meter oberhalb des Meeräuglbaches.

Allgemeines:#

"Willst du mich ergründen, werd' ich dich verschlünden", soll eine Stimme aus dem Quellteich gesagt haben, als einmal zwei Almhirten wissen wollten, wie tief der Felsspalt ist, aus dem das Wasser kommt. Der Sage nach hat nämlich die geheimnisvolle Quelle keinen Grund und ist mit dem Meer verbunden, der Name "Meeräugl" stammt aus dieser Vorstellung. Die zwei Hirten gingen in Filzmoos zu jenem Weber, der die längsten Garnspulen besaß. "Borg uns eine Spule, wir wollen das Meeräugl ausmessen", sagten sie, den Warnungen des Webers schenkten sie kein Gehör. "Die alten Geschichten sind doch nicht mehr aktuell, wir haben keine Angst davor hinabgezogen zu werden, wenn wir den Grund vom Meeräugl bestimmen." Die beiden zogen mit der längsten Garnspule auf die Hofalm. Sie banden einen schweren Stein an das eine Ende und spulten den Faden ab. "Wenn wir unten angekommen sind, messen wir einfach das nasse Garn ab, dann kennen wir die Tiefe." Meter um Meter wurde abgespult und als wohl schon einige hundert davon im Wasser hingen und die Garnspule bereits fast am Ende war, ertönte die besagte Stimme: "Willst du mich ergründen ..." Die beiden nahmen die Füße in die Hand und niemand hat seitdem versucht, das Meeräugl zu ergründen.

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Das Wasser:#

Für Christian Salchegger, Besitzer der Quelle und des Bögrainhofes am Ortsanfang von Filzmoos, ist das Thema Wasser sehr wichtig. Dass der Name Meeräugl nicht von der vermuteten Verbindung zum Meer stammt, sondern aus dem keltischen "egl" abgeleitet wurde, ist für ihn möglich. Das Wasser wurde schon mehrmals chemisch und radiästhetisch untersucht, es ist rechtsdrehend, sehr weich, also mineralarm, und praktisch keimfrei. Teile der starken Quelle, die eine Schüttung von 25 bis 75 l pro Sekunde hat, werden in die Filzmoser Trinkwasserversorgung eingespeist. Aus welcher Tiefe das alte Gletscherwasser kommt, konnte auch der Besitzer nicht sicher beantworten. Der Zugang ist über einen Trinkbrunnen möglich.

Kampenbrunn:#

Diese Quelle, die von alters her unter den Filzmoosern als Jungbrunnen gilt - "Wer daraus trinkt, wird gleich 10 Jahre jünger" -, befindet sich auf 1.900 Meter links von der Bischofsmütze und ist ein Ausflugsziel für viele Wanderer.



'© "Heilige Quellen in Österreich"' von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka.