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Leoben "Kaltenbrunn" Kapelle und Quelle#

Stadt Leoben; Pfarre und Ortsteil Göss; Bezirk Leoben


Leoben, Kaltenbrunn

Tourist/Web Info

Tel. 03842 48148
www.leoben.at

Wegbeschreibung

A 9 - Knoten St. Michael - S 6 - Abf. Leoben West Leoben, Steiermark

Wasserentnahme

Immer zugänglich, viel Wasser


Leoben, Kaltenbrunn

Der Ort:#

Die zweitgrößte Stadt der Steiermark mit 30.000 Einwohnern ist das Tor zur steirischen Eisenstraße und gilt mit seiner weltbekannten Montanuniversität als Stätte wissenschaftlicher Begegnung. 1840 wurde die Hochschule gegründet, um gute Ingenieure des Berg- und Hüttenwesens heranzuziehen, in der Zwischenzeit ist das Fächerangebot ständig gewachsen und einer neuen Zeit angepasst. Wer aber nun meint, Leoben sei nur Ausbildungsstätte, täuscht sich sehr. Man findet viele Sehenswürdigkeiten, Kultur und Brauchtum werden groß geschrieben. Um das Jahr 1000 gab es hier das erste steirische Kloster, eine Reichsabtei mit einer Fürst-Äbtissin, die sogar den Bischofsstab tragen durfte. Die Schauräume der Stiftskirche in Leoben-Göss sind gegen Voranmeldung zu besichtigen. Etwas weltlicher fühlt der Mensch sich im interessanten Biermuseum der Gösser Brauerei oder in der Leobner Kunsthalle, die mit internationalen Ausstellungen von sich reden macht.

Leoben, Kaltenbrunn

Der Weg zur Quelle:#

In den Stadtteil Göss fahren. Gegenüber dem Kloster zweigt die Kaltenbrunnerstraße links ab. Nach etwa 2 km kommt rechts ein Parkplatz für einige Fahrzeuge, man sieht bereits ein kleines Kirchlein Maria Kaltenbrunn. Die Quelle befindet sich in einer ausgemauerten Felsnische hinter der Kapelle.

Allgemeines:#

Der starke Platz könnte eine vormals keltische Kultstätte sein, wie auch die Krypta der Stiftskirche, eine geografische Verbindung ist offensichtlich. Als man die Krypta vor 40 Jahren renovierte, fand man die Leichen der dort bestatteten Nonnen mumifiziert vor, aber die außerhalb Bestatteten waren verwest. Dies weist auf eine besondere geomantische Zone hin und dem kann man ohne weiteres auch heute noch nachspüren. Sensible Menschen werden sich nicht lange aufhalten - sowohl in der Krypta des Klosters als auch bei der Quelle. Unsere Vorfahren wussten, wie man es richtig macht: Man geht hin, holt sich Kraft für den Tag und geht wieder weg.

Die Quelle:#

Leoben, Kaltenbrunn

Das nette Kirchlein Maria Kaltenbrunn mit seinem hölzernen Glockenturm am Ufer eines Bächleins ist ein würdiger Rahmen für die Quelle. Mit den vielen brennenden Kerzen und den Blumensträußen schaut die Wallfahrtskapelle mit ihrem Bründl auch schon vor der geplanten Renovierung reizend aus. Die Quelle ist alt, es kamen bereits unzählige Pilger zur Madonna mit dem Kind und dankten für den Heiltrunk mit Wachsvotiven, die sie an die Marienstatue hängten. Die Kapelle wird schon um 1800 erwähnt, existiert aber in ihrer jetzigen Form seit Anfang des 19. Jh.s.

Das Wasser:#

Es soll bei den unterschiedlichsten Leiden helfen, wird also nicht explizit als "Augenbründl" bezeichnet. Bei einer Untersuchung durch einen Radiästheten und Ingenieur der Montanuniversität wurde beste Qualität festgestellt. besonders was die Bovis-Einheiten betrifft, aber auch die chemischen Werte waren überzeugend. Es ist ein direkt aus dem Berg im Gössgraben entspringender Quell mit weichem Wasser, üppig fließend und über eine Stufe zu erreichen. Flaschen und selbst Kanister sind im Nu voll. Unser Wasser hielt mehrere Monate, ein belebender Trunk, der Kraft gibt.



'© "Heilige Quellen in Österreich"' von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka.