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Einleitung

Dieses Buch ist dem Andenken an einen großen Künstler, einen inspirierten Humanisten, einen guten Freund gewidmet. Kurt Regschek war ein Wiener Maler, der nicht gerne im Rampenlicht stand und dem marktschreierische Praktiken fremd waren. Er schuf weit über tausend Werke, die nicht nur durch die in ihnen ausgedrückten Ideen, sondern auch durch ihre handwerkliche Qualität bestechen. Die Autoren haben sich der schwierigen Aufgabe unterzogen, eine Auswahl zu treffen, die Kurt Regschek in allen Phasen seiner Entwicklung zeigt und alle Themenkreise umfasst, denen er sich im Verlaufe seines fast sieben Jahrzehnte umfassenden Malerlebens widmete. Neben einer vor allem auf Tonbandaufnahmen von Gesprächen mit dem Künstler beruhenden Lebensgeschichte und einem ausführlichen Interview zum Kunstverständnis Kurt Regscheks enthält das Buch eine große Zahl paradigmatischer Bildinterpretationen. Ohne den Anspruch auf akademische Kunstbetrachtung erheben zu wollen, wird versucht, das Wesentliche am Oeuvre Kurt Regscheks herauszuarbeiten. Der Leser wird dabei unschwer den starken Einfluss traumatischer Kriegserlebnisse, die daraus erwachsende Friedenssehnsucht, die Auseinandersetzung des Künstlers mit atomarer Bedrohung und Umweltzerstörung, die Aneignung eines überkonfessionellen spirituellen Weltbildes, den Einfluss der Freimaurerbewegung und die tiefe Verwurzelung Kurt Regscheks in seiner Heimatstadt Wien erkennen. Aus den Bildtexten geht klar hervor, warum die Autoren ihren Freund Kurt als den »Meister der Gegensätze« bezeichnet haben. Zahlreiche Werke werden mit den Worten Kurt Regscheks selbst kommentiert, bei anderen steuerte Lisl Regschek nach dem Tod des Künstlers wertvolle Hinweise bei. Das Buch geht auch der Frage nach, warum sich Regschek von der sogenannten »Wiener Schule des Phantastischen Realismus« gerade in deren Glanzzeit trennen musste, wie er zu der in seinen Augen rücksichtslosen Vermarktung der »abstrakten« Malerei stand und was für ihn die wirklich wichtigen Dinge im Leben waren.

Regschek und Diem
Regschek und Wladar
Wer Kurt Regschek näher kannte, wird ihn in den Originalzitaten und »Gschichtln« wiedererkennen; wer den Künstler nicht kannte, wird vom starken Ausdruck seiner Werke und von der aus seinen Worten hervorgehenden tiefen Menschlichkeit berührt sein. Deshalb ist das vorliegende Buch nicht als belehrender Kunstband, sondern als freundlicher Bilderbogen gestaltet, als bleibendes Andenken an einen überzeugenden Künstler und guten Menschen.

Peter Diem Anton Wladar

Wien, im Juni 2006


© Bild und Texte Peter Diem und Anton Wladar