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Albing#

Donau bei Aibling
Donau bei Aibling, vom nördlichen Ufer bei Mauthausen
© FRE-Projekt, Eva Kuttner 2007
real des Lagers Aibling
Areal des Lagers Aibling
© FRE-Projekt, Eva Kuttner 2007
Nordweststrecke des Lagers
Nordweststrecke des Lagers, Altwasser der Donau
© FRE-Projekt, Eva Kuttner 2007

Lage#

Ortschaft: Albing#

Gemeinde: Sankt Pantaleon-Erla#

Das größte in Österreich entdeckte Legionslager liegt ca. 2 km östlich der heutigen Ennsmündung. Die Fundstelle befindet sich auf einer leicht erhöhten Terrasse, die in der Antike von Donauarmen umgeben war. Das Legionslager könnte auch auf einer Schotterinsel gelegen haben. Die strategische Bedeutung ergibt sich in der Kontrolle von Fernwegen, die aus dem gegenüber liegendem Aisttal nach Süden führten und auf O-W Verbindungen trafen. Die Nähe zur Traunmündung stellte einen Anschluss an weitere wichtige Verkehrswege dar. Nur wenige Jahre wurde das Lager von der legio II Italica genutzt, als wiederholt Überschwemmungen auftraten. Der durch Klimaveränderungen steigende Wasserspiegel bedingte eine Verlegung der Legion nach Enns/LAURIACUM etwa um 190 n. Chr.

Denkmäler#

Unter Kaiser Marc Aurel wurde die legio II Italica im Zuge der Markomannenkriege an die Donauufer bei Albing in die Provinz Noricum verlegt. Das rechteckige Lager hat eine SW-NO Ausrichtung und lag mit seiner Längsseite gegen die Flussrichtung der Donauarme. Teile des nördlichen Bereiches wurden vom Fluss weggeschwemmt.


Denkmäler (Fortsetzung)#

Diese Fundstelle steht unter Denkmalschutz.

Zustand:#

Die Baustrukturen der Kastellmauer mit Eck- und Zwischentürmen zeichnen sich unter den Feldern ab und sind klar bei Luftaufnahmen erkennbar. Teile des nördlichen Lagerareals wurden von der Donau weggerissen. Präsentation:

Hinter dem Hallenbad Enns wurde ein Stück der Umfassungsmauer aufgestellt.

Legionslager Albing

Zeitstellung#

Datierung: #

173 AD - 205 AD

Datierung aufgrund Erforschung der Truppengeschichte der legio II Italica.

Phase:#

Mittlere Kaiserzeit

Literatur#

  • K. Genser, Der österreichische Donaulimes in der Römerzeit. Ein Forschungsbericht, Der römische Limes in Österreich 33, 1986, 165ff.
  • H. Vetters in: M. Kandler und H. Vetters (Hrsg.), Der römische Limes in Österreich. Ein Führer, Wien 1989, 105ff.
  • E. M. Ruprechtsberger, Lauriacum unter römischer Herrschaft, in: W. Katzinger, J. Ebner und E. M. Ruprechtsberger, Geschichte von Enns, 1996, 11-62, 17f.


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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