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Areal vor der porta principalis dextra (Straßenbefund, Graben, Siedlungsschichten)#

Allgemeines#

Im Anschluss an die Ausgrabung der Limeskommission (M. v. Groller) 1908 wurden vor der porta principalis dextra in mittlerer Entfernung von 27m vom äußeren Grabenrand zwei Schnitte links und rechts der angenommenen Straße angelegt. Im südlichen Schnitt I stieß man in etwa 40 cm Tiefe auf eine Schotterlage von bis 40 cm Stärke, die bis 26m zu verfolgen war. Es folgte ein Gräbchen, das mit humoser Erde mit Fundmaterial (Keramik, Dachziegeln, Eisenfragmente) verfüllt war. Der Graben war 2,4m breit, 50 cm tief und hatte eine Sohlbreite von 59 cm. Es folgten Schotterschichten, vermengt mit Ziegelbruch, Knochen, Münzen und Kleinfunden (eiserne Kette).

Im nördlich liegenden Schnitt II zeigte sich nach Schotterlagen eine weite Mulde, die ebenfalls Dachziegeln und Kleinfunde aufwies. Eine Schotterschicht folgte.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 1908

Grabungsleitung: Limeskommission

Literatur#

  • M. Groller, Die Grabungen im Lager Lauriacum und dessen nächster Umgebung im Jahre 1908, Der Römische Limes in Österreich 11, 1910, 1-60, 34f.
  • Funde: M. Groller, Die Grabungen im Lager Lauriacum und dessen nächster Umgebung im Jahre 1908, Der Römische Limes in Österreich 11, 1910, 1-60, 58.

Funde#

Kategorie: Varia-Metall

Fundobjekte: runde Eisenplatte mit angeschweißtem Öhr mit Gliederkette; Bronzeblech.


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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