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östliches Lagerareal (Lagerbad: Innenhof, Wandmalerei)#

Allgemeines#

Weitere Ausgrabung der Limeskommission (M. v. Groller) 1912-1913: Im Areal des 1908 freigelegten Badegebäudes wurden 1912 jene Bereiche nördlich der Tribunenunterkunft untersucht, die weder 1851/52 noch später ergraben wurden. 1913 wurden Prospektionen unternommen. In der Nachgrabung musste M. v. Groller eine Zerstörung der Befunde von 1852 feststellen.

Statt der im Plan der Grabung 1851/52 eingezeichneten Mauern zeigte sich ein teilweise (rezente?) Zerstörung des Konglomeratmauerwerks. Südöstlich des Badegebäudes wurden die Reste eines Estrichs (Terrazzo) und Pfostenlöcher eines Innenhofes festgestellt. Hier wurden drei Präfurnien im Anschluss an das Badegebäude erkannt. Baustrukturen eines Gebäudes mit Apsis konnten geortet werden, dessen Mauerrest aus Lehm bestand und auf zwei Putzschichten bemalt (Groller 1919a, 191-192, Fig. 53) war. Hunderte Stücke mit Wandmalerei wurden in dessen Umfeld gefunden. 1913 konnten die Mauern des westlichen Raumes E durch Eisenstangen ermittelt werden.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 1912-1913

Grabungsleitung: Limeskommission

Literatur#

  • M. Groller, Die Grabungen im Lager Lauriacum in den Jahren 1912 und 1913, Der Römische Limes in Österreich 13, 1919, 117-264, 173ff. und Fig. 46.

Funde#

Kategorie: Keramikgefäße, Terra Sigillata, Münzen, Teile von Tracht und Bekleidung, Varia-Metall, Waffen / militärische Ausrüstung, Werkzeuge und Geräte, Wandmalerei (-fragmente)

Fundobjekte: Reibschalenfragment; Terra Sigillata; 4 Münzen; Fibel, Schnalle; Bronzeplättchen mit der Darstellung eines Legionärs, Nägel, Ring; Lanzenspitzen; Meißel, zwei Ahlen; Wandmalerei; Lampe aus grauem Ton;

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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