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Parz. 436/1(Gebäudekomplex, Abfallgruben, Öfen, kleine Wohnbauten, Töpferofen, Grabgärten)#

Allgemeines#

Der ehemalige Schrebergarten der Zuckerfabrik auf Parzelle 436/1 KG Lorch von 9.000m² wurde in Industriegrund umgewidmet und vom BDA (H. Ubl) in vier Schnitten untersucht. Das Areal liegt westlich der Zivilstadt.

Gruben, die von antiken Schotterentnahmen stammen, zeigten sich mit antikem Kulturschutt gefüllt; Reste kleiner Töpferöfen und anderer Ofen wurden festgestellt. Im südlichen und nördlichen Bereich der Parzelle wurden Fundamentmauern bzw. Pfostenlöcher entdeckt, worauf zwei Flächengrabungen angesetzt wurden. Im Norden wurde Haus A, ein mehrräumiger Gebäudekomplex, freigelegt, der als Stadthaus der Zivilstadt interpretiert wird.

Im Süden wurden drei Bauten B, C, D und ein kleiner mit Fehlbränden gefüllter Töpferofen entdeckt. Der Ausgräber sieht in den Bauten an der Bundesstraße B1, der antiken Gräberstraße, frühere gemauerte Grabgärten, die später durch Heizungseinbauten als Häuser benutzt wurden.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 1995

Grabungsleitung: Bundesdenkmalamt - BDA

Literatur#

  • Fundbericht Österreich 34, 1995, 34f.


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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