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Ausgrabung "Zivilstadt" (Platz, spätantike Gräber, Langhäuser, Peristylhaus)#

Allgemeines#

1956 wurde die Ausgrabung in der Zivilstadt Enns von W. A. Jenny und H. Vetters zunächst im westlichen Bereich der Zivilstadt fortgesetzt. Ein 140 x 80m großes Areal wurde untersucht und ein 60x 50m großer unbebauter Platz festgestellt. Hier war ein Ziegelplattengrab eingetieft. Es handelt sich um das vierte freigelegte Grab in der Zivilstadt.

Im nördlichen Bereich nahe des Geländeabbruchs wurden sogenannte "Germanenhütten" ausgegraben: Die Befunde von Pfostensetzungen auf Fundamenten aus Rieselmauerwerk lagen über den Schichten der Zivilstadt. Die abweichende Ausrichtung der zwei 10,5 x 6,5m und 13,5 x 9m großen Häuser weist sie einer Zeit zu, da die früheren Baustrukturen zerstört waren. An einer Stelle wurde eine frühere Wand ausgenützt.

Im südlichen Bereich der Zivilstadt konnten ein 30 x 30m großes Peristylhaus freigelegt werden. Hier wurde ein Stück Wandmalerei gefunden, das eine tanzende Mänade zeigt. Das 80 x 100cm große Stück wurde restauriert. Östlich davon wurde ein Gebäude von 16 x 22,5 m freigelegt, das bereits von A. Gaheis 1931 untersucht worden war.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 1956

Grabungsleitung: Oberösterreichische Landesmuseen, Österreichisches Archäologisches Institut

Literatur#

  • Pro Austria Romana 8, 1958, 1ff.

Funde#

Kategorie: Teile von Tracht und Bekleidung, Varia-Metall, Wandmalerei (-fragmente)

Fundobjekte: Grab: Zwiebelknopffibel, Reitersporn. Wandmalerei

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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