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Ausgrabung "Zivilstadt" (Straßen, Gebäude, Grab)#

Allgemeines#

1956 wurde die Ausgrabung in der Zivilstadt Enns von W. A. Jenny und H. Vetters zunächst im westlichen Bereich der Zivilstadt fortgesetzt. L. Eckhart setzte die Ausgrabung am "Nordhaus" fort, das freigelegt wurde und als Wohnhaus, nicht als Bäderanlage wie in den Ausgrabungen 1935 und 1937, interpretiert wurde. Eine geschliffene Steinplatte als Wandverkleidung ließ die aufwendige Bauweise erkennen. Im östlichen Bereich der Zivilstadt wurde ein weiterer Komplex freigelegt.

Nahe der südwestlichen Ecke des Laurenzifriedhofs wurden Suchschnitte angelegt, die ergänzende Befunde erbrachten. 50 m südlich davon wurde ein Wohngebäude in einer Flächengrabung freigelegt. Hier fand sich ein Grab (Körperbestattung, weiblich, Ohrringe aus Gold) in die Zerstörungsschicht eingetieft.

Der noch nicht ausgegraben Teil im SW des Areals wurde mit Suchschnitten erkundet. Zur Straße hin öffneten sich Räume, die Keller besaßen und als "Tavernen" interpretiert werden. Ein Depotfund von 25 Münzen (Verbergung nach Theodosius) konnte entdeckt werden. Nördlich der Tabernenreihe wurden Reste eines älteren Peristylhauses ergraben, in der obersten Schicht zeichneten sich Pfostenlöcher ab.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 1956

Grabungsleitung: Oberösterreichische Landesmuseen, Österreichisches Archäologisches Institut

Literatur#

  • PAR 7, 1957, 9ff.

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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