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Holzwachtturm Fischamend#

Lage#

Gemeinde: Fischamend

Denkmäler#

Auf einem erhöhtem Plateau, das 30 - 40m zur Donau abstürzt, wurden ca. 600m östlich der Pfarrkirche zwei Wachttürme ausgegraben. Der ältere wurde in Holz errichtet, hatte eine einen quadratischen Grundriss von ca. 4,5 m Seitenlänge und wurde durch eine Brandkatastrophe zerstört.

Die unterste Lage verkohlter Holzbalken war noch zum Teil erhalten. Die Eichenbalken hat 15 cm Stärke und waren direkt in die lehmige Erde gesetzt. In der Nordwestecke fand man verschmolzene Metallfragmente, die eine bis zu 30 cm starke Schicht bildeten.

Der Turm war mit einer kreisrunden, 80 cm starken Bruchsteinmauer umgeben, die auf einer 30 cm starken Kiesschicht aufsetzte. Der Durchmesser des Areals des Innenhofes war 15m; hier war teilweise ein Estrich vorhanden.

Kategorie: Wachtturm
hölzerner Wachtturm von 4,5 m Seitenlänge; kreisförmige Ummauerung.


Denkmäler (Fortsetzung)#

Stationierte Truppen: unbekannt

Zeitstellung#

Datierung: 90 AD - 100 AD

Münze des Nerva; Brandkatastrophe

Phase: Frühzeit

Forschungsgeschichte#

Der Holzturm wurde 1901 von M. Groller im Rahmen der Limesstraßenforschung ausgegraben.

1901: Hainburger Straße (Hölzerner Wachtturm)

Literatur#

  • M. Groller, Straßen- und Limesforschung, Der Römische Limes in Österreich 4, 1903, 1-52, 23ff.
  • K. Genser, Der österreichische Donaulimes in der Römerzeit. Ein Forschungsbericht, Der römische Limes in Österreich 33, 1986, 553.


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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