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Ausgrabung Groller (Kleinkastell)#

Allgemeines#

Außerhalb der Ost- und Westseite des Friedhofs mit der Kirche St. Georg führte M. Groller im Zuge der Straßenforschung eine Ausgrabung durch. Im Osten konnte die 1,05 m starke Bruchsteinmauer mit davor liegender Berme und Spitzgraben längs der Friedhofsmauer ergraben werden. Im Nordosten tritt die römische Mauer unter diese und kam im Nordwesten als gerundetes Mauerwerk zutage; im Südosten konnte in einem angelegten Schnitt ebenfalls der Verlauf der abgerundeten Eck erkannt werden. An der Ostseite konnte lediglich die Fundamentgrube der Umfassungsmauer dokumentiert werden. Da weder im Westen noch im Osten eine Toranlage gefunden wurde, vermutet der Ausgräber ein Tor nach Süden, der Römerstraße CARNUNTUM-SCARBANTIA zugewandt.

Grabungsjahr: 1900

Grabungsleitung: Limeskommission


Allgemeines (Fortsetzung)#

Literatur#

  • M. v. Groller, Übersicht über die im Jahre 1900 ausgeführten Grabungen, Der Römische Limes in Österreich 3, 1902, 12ff, 19ff.

Funde#

Kategorie: Keramikgefäße, Terra Sigillata, Münzen, Metallgefäße, Ziegel

Fundobjekte: Funde aus der oberen Füllschicht des Grabens (Erdumlagerung Schulhaus): Keramik, spätantike Münze; aus den Spitzgräben: Münze Trajans, Valens; Bronzegefäßfragmente, "rohe" Terra Sigillata, Ziegel


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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