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Parz. 741 Bertholdstein (Kleinkastell?, Spitzgräben)#

Allgemeines#

Untersuchung und Grabung des BDA (H. Ubl) 1981:
Nordöstlich der Ruine Bertholdstein ragte ein an drei Seiten abfallender Geländesporn nach Norden, der zum Teil bereits beim Bau des Donaukraftwerks Altenwörth abgetragen wurde. Im Zuge des Baus der Schnellstraße S33 wurden Felsen im südlichen Bereich gesprengt und ein am Plateau liegender Kegelstumpf abgetragen. Hier war das Vorwerk oder ein Vorgängerbau der Burg Bertholdstein situiert, geschützt gegen das Hinterland durch eine halbkreisförmigen Graben. An der Basis kam unter mittelalterlichen bis neuzeitlichen Schüttungen Mauerwerk zutage, das römerzeitlich datiert wurde. Im östlichen Teil des Profils wurde ein Spitzgrabensystem festgestellt. Mehrere Grubenobjekte mit Keramik, die bis in das 5. Jh. datiert, wurden angeschnitten. Auf der Anhöhe der Burg hatte H. Ubl beim Abgraben ebenfalls Mauerwerk angetroffen, das römerzeitlich sein könnte, westlich einen Brunnen angeschnitten. Die Befundsituation wird von den Ausgräbern eher als Kleinkastell interpretiert.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 1981

Grabungsleitung: Bundesdenkmalamt - BDA

Literatur#

  • Fundberichte aus Österreich 20, 1981, 159f.

Funde#

Kategorie: Keramikgefäße

Fundobjekte: Keramik bis 5.Jh.

Dokumentation: BDA

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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