Dechanteihof (S-Kastellmauer, Südl. Eckturm, Fächerturm)#

Allgemeines#

2002 wurde die vom BDA (H. Ubl) angesetzte Ausgrabung im Schmiedehof auf den Dechanteihof (Parz. 193/1) erweitert. Der Suchschnitt SG II/01, der bereits ein Doppelspitzgrabensystem ergeben hatte, wurde in nordöstlicher Richtung im Schnitt SGIII/02 fortgeführt. Eine NO-SW verlaufende Mauer unbestimmter Zeitstellung wurde angetroffen, die 1m tiefer auf römerzeitlichen Mauerwerk aufsaß. Das Bruchsteinmauerwerk mit Kalkmörtelbindung gehörte zu einem Eckturm, der zwei Bauphasen aufwies. An dieser Stelle fehlen Spuren des Holz-Erde-Lagers.

Die südliche Kastellmauer hatte eine Stärke von 90 cm und verlief in einem Viertelkreisbogen, die Lagerecken des Steinkastells waren gerundet. Der nach innen versetzte Eckturm hatte ein lichte Weite von 3,6 m und einen leicht trapezförmigen Grundriss. In späterer Zeit wurde die Lagerecke durch einen Fächerturm verstärkt, der in seinem Halsansatz ergraben wurde.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 2002

Grabungsleitung: Bundesdenkmalamt - BDA

Literatur#

  • Fundberichte aus Österreich 41, 2002, 19.


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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