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Stiftsplatz Capella speciosa (Kastellbad, Hufeisenturm, älterer Turm)#

Allgemeines#

Grabung am Stiftsplatz: 1953/54 wurde auf dem Platz vor dem Chorherrenstift die Capella speciosa ausgegraben (R. Egger, K. Oettinger, A. Schmeller), die 1222 geweiht und 1799 abgetragen worden war. Innerhalb der Capella fand sich ein mehrräumiger Komplex mit drei Rundapsiden (spätere Interpretation als Lagerbad); beim Bau der Capella im Mittelalter ist das aufgehende Mauerwerk bis zum Fußboden abgetragen und teilweise als Fundament genutzt worden. Südöstlich des "Dreiapsidenbaus" (Kastellbad) wurde ein "Flachapsidenbau" mit U-förmigen Grundriss von 10 x 6,1m freigelegt, der später von H. Ubl als spätantiker Hufeisenturm gedeutet wurde (FÖ 18, 1979, 497ff.). Darunter befand sich der von H. Ubl als älterer Zwischenturm interpretierte Mauerrest. Die römerzeitlichen Baustrukturen waren offensichtlich an der hier verlaufenden südöstlichen Kastellmauer (NW-SO) orientiert. Die Funde datieren vom 1. bis 4.Jh., spärlich im 5.Jh.

Grabungsjahr: 1953-1954


Allgemeines (Fortsetzung)#

Literatur#

  • Fundberichte aus Österreich 6, 1951/55, 106.
  • A. Schmeller, Die Ausgrabungen in Klosterneuburg, in: A. Schmeller, R. Egger, E. Polaschek, E. Hofman und H. Mitscha-Märheim, Beiträge zur Kunstgeschichte und Archäologie des Frühmittelalters, Akten zum VII. Internationalen Kongress für Frühmittelalterforschung, 21. – 28.9.1958, 1961, 291ff.
  • Neue Interpretation: Fundberichte aus Österreich 18, 1979, 497ff.
  • Funde: M. Grünewald et alii, Die antiken, urgeschichtlichen und mittelalterlichen Funde der Grabungen auf dem Stiftsplatz zu Klosterneuburg 1953-1954 (Capella speciosa), Jahrbuch Klosterneuburg 12, 1983, 95ff.

Funde#

Kategorie: Glasgefäße, Keramikgefäße, Terra Sigillata, Münzen, Varia-Metall, Ziegel

Fundobjekte: Glasfragmente, Terra Sigillata, Keramik, Amphorenbruchstück, Münzen, Riemenbeschlag, Nägel, Eisenfragmente, Kupferblech, Nägel, Ziegel

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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