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Stiftsplatz Parz.2/11 (Graben, Gebäude, Brandschicht)#

Allgemeines#

Im April und Oktober 1966 wurde östlich des Stiftportals (Stiftplatz 1) auf Parz. 2/11(Grünfläche) eine Baugrube für Weinzisternen des Stiftskeller ausgehoben. In der Mitte des SW-Profils der Baugrubenwand konnte ein V-förmiger Graben festgestellt werde, der gegen Westen steil abfiel. Hier befanden sich auf einem humosen Paket die Reste einer Mauer aus Bruchsteinen. Die Verfüllung des Grabens war humose Erde mit römerzeitlichem Fundmaterial des 2./3.Jh. Westlich der Baugrube wurde eine Künette von der Mitte des Stiftsplatzes bis zur Baugrube ausgehoben, die nur wenige Stunden offen war. Etwa 10 m westlich der Baugrube wurde in einer Tiefe von 2 m eine 60 cm breite Bruchsteinmauer mit Putzresten angeschnitten, die N-S ausgerichtet war. Östlich der Mauer befand sich eine verstürzte Dachziegellage, westlich eine 1m starke Brandschicht, die bis zur Mauer reichte und diese überlagerte. Hier konnten keine Funde geborgen werden.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 1966

Literatur#

  • J.-W. Neugebauer u. M. Grünewald, Römische Siedlungsfunde aus Klosterneuburg, p. B. Wien-Umgebung Römisches Österreich 4, 1976, 163ff, 166f.und 167ff.
  • Fundberichte aus Österreich 9, 1966/70, 199.

Funde#

Fundobjekte:

Glasfragmente, Keramikfragmente, Terra Sigillata, Verputzbrocken, Ziegelfragmente, Stempel: COH I AES, L X G P F, Wandverputz..


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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