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Keplerwiese (Präfurnium, Türangelstein, Abfallgrube, Wandgräbchen und Pfostenlöcher)#

Allgemeines#

Auf Parzelle 2093/10, auf der Keplerwiese in der Parkanlage zwischen der Martinskirche und dem Schloss, wurde eine Ausgrabung des Nordico Linz (E. M. Ruprechtsberger) und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien (O. H. Urban) im gemeinsamen Forschungsprojekt "Höhensiedlungen im Linzer Raum" durchgeführt, die Grabungsleitung hatte M. Reitberger inne.

Schnitt 11 sollte die 2004 angeschnittene ovale Steinsetzung untersuchen, die als Feuerungsstelle eines Heizungskanals erkannt wurde, dessen UK in 2,0 m Tiefe liegt. Bereits in 2,1 m Tiefe zeigte sich der römerzeitliche Horizont. Ein Türangelstein eines Schwellbalkenbaus lag am Übergang von den Schichten der Spätlatènezeit zu denen der römischen Kaiserzeit. Eine Abfallgrube, Wandgräbchen und Pfostenlöcher zeugen von der Siedlungstätigkeit.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 2005

Grabungsleitung: Universität Wien, Institut für Ur- und Frühgeschichte, Stadtarchäologie Linz

Literatur#

  • Fundberichte aus Österreich 44, 2005, 544f.

Funde#

Kategorie: Keramikgefäße, Terra Sigillata, Münzen, Teile von Tracht und Bekleidung, Varia-Metall, Ziegel

Fundobjekte: spätlatènezeitliche Keramik; Keramik des 1./2. Jh. und 4./5. Jh. Padana, Applikensigillata, Dolium- und Amphorenbruchstücke. Argonnen-Sigillata. Münzen des 4. Jh., Sesterz des Mark Aurel. Ziegelstempel NUMERUS, FORTIS- Lampe, Stilus, kräftig profilierte Bronzefibel.

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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