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"Römerbau" Freinberg#

Lage#

Ortsteil: Freinberg

Gemeinde: Linz

Katastralgemeinde: Linz

Kg-Nr: 45203

Denkmäler#

Am höchsten Punkt des Freinberges, am nördlichsten Punkt der Linzer Randberge, wurde ein trapezoider Bau von 4, 14, 16 und 19m Seitenlänge entdeckt. Gegen Norden fällt das Gelände steil zur Donau ab; die exponierte Lage ermöglicht den Blick zum westlich gelegenen Wachtturm Hirschleitengraben und zum östlich gelegenen Schlossberg. Dies und die Funde von Ziegelstempel sprechen für eine militärische Anlage. Auf dem Terrain der Wallanlage des Freinberges wurden außerdem zahlreiche römische Funde aufgelesen.

Kategorie: Militärische Anlage

Stationierte Truppen: Ziegelstempel NUMB und SA B (spätantik) lassen die Vermutung einer militärischen Anlage zu.


Zeitstellung#

Datierung: 100 AD - 360 AD

Münzen Trajans, Gallienus I und Constantinus I. lassen eine Benutzung vom Ende des 1. Jh. bis in spätantike Zeit zu.

Phase: Römische Kaiserzeit

Forschungsgeschichte#

Beim Abtragen von Erde zur Anlage des Parks bei der Aussichtswarte am Freinberg kam 1900 der Bau zutage, der anschließend sowie die "Wallanlage Freinberg" von M. Much, J. Szombathy, R. Hörnes u. a. untersucht wurde. P. Karnitsch sieht darin einen zivilen Bau, eine Villa, und führt Funde von Wandmalerei und das Fundspektrum an. F. Stroh interpretiert den trapezförmigen Bau als militärische Anlage. 1989 wurden durch E. M. Ruprechtsberger mehrere Suchschnitte angelegt, wobei Ziegel militärischer Ziegeleien gefunden wurden.

1989: Freinberg - Warte (Steinsetzung, Grube)

1901: Freinberg (Gebäudereste, Umfassungsmauer)

Literatur#

  • P. Karnitsch, Linz zur Römerzeit. Beiträge zur Topographie von Lentia, Heimatgaue 8/1, 1927, 1-36, 7.
  • F. Stroh, Neue Römerfunde auf Linzer Boden, Jahrbuch des oberösterreichischen Musealvereines 92, 1947, 199-214, 200.
  • K. Genser, Der österreichische Donaulimes in der Römerzeit. Ein Forschungsbericht, Der römische Limes in Österreich 33, 1986, 102.
  • E. M. Ruprechtsberger, Ausgrabungen auf dem Linzer Freinberg, 1990.


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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