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Grabung Limeskommission#

Allgemeines#

Die von der Limeskommission (M. Nistler) fortgesetzte Ausgrabung erbrachte den Befund der südlichen Kastellmauer, die nun in ihrer Ausdehnung von 160 m erfasst wurde. Im ergrabenen Teil wurden drei Zwischentürme erkannt, die 1,5 m über die Umfassung vorspringen. Nördlich der W-O verlaufenden Kastellstraße wurden die Grundmauern eines großen Gebäudes mit Innenhof (21 x 10m) freigelegt. Ein größeres Gebäude (Praefektura?) befand sich im NW, das im nördlichen Bereich durch die Url weggeschwemmt wurde. Im Inneren lagen noch die Reste dreier weiterer Gebäude, die zum Teil Hypokausten hatten. Gebäudereste einer anderer, späterer Zeitstellung ragten über den Befund der Straße.

Grabungsjahr: 1909


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsleitung: Limeskommission#

Literatur#

  • M. Nistler in: Anzeiger der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, philosophisch-historische Klasse 46, 1909, 146ff.

Funde#

Kategorie: Keramikgefäße, Terra Sigillata, Münzen, Teile von Tracht und Bekleidung, Varia-Metall, Waffen / militärische Ausrüstung, Werkzeuge und Geräte, Plastik

Fundobjekte: 40 Bronzemünzen (Domitian bis Valens); 1 Silberdenar des Septimius Severus; Statuette der Minerva (4.Jh.?); Fingerringe; Fibeln, Gürtelschnallen; Zierbeschläge, Waffenteile; Messer; Meißel; Schlüssel; Schlösser; TS (vorwiegend Rheinzabern); rätische Keramik.

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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