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Grabung Margarethenkapelle (Kastellsüdmauer ?, Gebäudeboden)#

Allgemeines#

Die Ausgrabung 1954 (H. Stiglitz) untersuchte die Kapelle, eines der ältesten Gebäude in Mautern, auf antike Bausubstanz. Das Fundament der Nordwand reicht 1,3m unter den Kirchenboden, das der Südmauer rund 3m. Direkt darunter befindet sich eine 90 cm hohe Mauer, die um 30 cm nach Norden versetzt ist; auf deren Oberkante befindet sich ein 4cm hoher Holzfußboden, der sich über die ganze Innenfläche des Kirchenraumes erstreckt und sich bis in den Innenhof ziehen muss, also nicht zum Kirchengebäude gehört. Auf dem Bodenniveau lagen Sigillata-Fragmente des 1.Jh., knapp darüber Terra Sigillata aus Rheinzabern.

Die Mauer könnte als südliche Kastellmauer angesprochen werden, der Holzboden gehört aufgrund der Fundsituation der Antike an.

Grabungsjahr: 1954

Grabungsleitung: Österreichisches Archäologisches Institut


Allgemeines (Fortsetzung)#

Literatur#

  • Christine Ertel, Alte und neue Grabungen im Kastell Favianis (Mautern). Archäologische Befunde 1950 - 1994, Fundberichte aus Österreich 34, 1995, 229ff, 238f.
  • V. Gassner und S. Jilek, Fundstellen, in: V. Gassner, St. Groh, S. Jilek, A. Kaltenberger, W. Pietsch, R. Sauer, H. Stiglitz und H. Zabehlicky, Das Kastell Mautern-Favianis, Der Römische Limes in Österreich 39, 2000, 26-130, 97.

Funde#

Kategorie: Terra Sigillata

Fundobjekte: TS Tardopadana, frühes Rheinzabernfragment (Kaltenberger 2000, 154); Dokumentation: Grabungsbericht (H. Stiglitz) im ÖAI Archiv

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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