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Grabung Melkerstraße 5 (Baracken)#

Allgemeines#

Im Innenhof Melkerstraße 5 konnte 1996 eine 15 m² große Fläche untersucht werden. Der Befund von Gruben lässt sich anhand des Fundmaterials (tardopadanische Keramik) in eine Phase vor einer planmäßigen Bebauung (100/110) datieren. Die darüberliegenden Balkengruben und Pfostenlöchern ergeben drei nebeneinander liegende Räume und gehören der ersten Bauphase des Kastells an. Die nächste Schicht gab einen Befund einer Steinmauer und eine Kalkgrube (zur Lagerung von gelöschtem Kalk) frei. Mauern der 3. Periode (Steinkastell, ab 130/140) fluchten exakt mit den vorangegangenen Bauten, die als Mannschaftsbaracken gesehen werden. Jünger sind Pfostenlöcher und Abfallgruben, die in die Spätantike datieren.

Grabungsjahr: 1996-1997

Grabungsleitung: Österreichisches Archäologisches Institut, Österreichische Akademie der Wissenschaften


Allgemeines (Fortsetzung)#

Literatur#

  • St. Groh, Die Grabungen 1996-1997 im Kastell Mautern-Favianis: Befund und Interpretation, in: St. Groh und H. Sedlmayer (Hrsg.), Forschungen im Kastell Mautern-Favianis. Die Grabungen 1996 und 1997, Der Römische Limes in Österreich 42, 2002, 17-137, 20ff. und Tabelle 2, 19.

Funde#

Kategorie: Keramikgefäße, Terra Sigillata, Münzen, Teile von Tracht und Bekleidung, Varia-Metall, Werkzeuge und Geräte

Fundobjekte: TS, TS-Imitationen; rätische Ware, Amphoren, Reibschüsseln, lokale. Keramik, Lampen; Münzen; Fibel, Haarnadeln, Gürtelteile; Beschläge; Militaria; Meißel

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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