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Kaserne (Gräberfeld)#

Allgemeines#

Mit dem Bau der Kaserne wurden an die 50 Gräber zerstört. Die Befunde von vorwiegend spätantiken Körpergräbern wurden von H. Riedl, Gymnasiallehrer und Konservator für Krems-Mautern dokumentiert. Das Areal erstreckte sich 300 m in NW-SO Richtung über die Parzellen 810-822 und hatte eine Breite von etwa 35m. Das Gebiet wurde vorher landwirtschaftlich genutzt. Im Juli bis September 1939 wurde H. Riedl verboten, das Gelände zu betreten, und eine undokumentierte Zahl an Gräbern wurde zerstört. Funde verweisen darauf, dass auch kaiserzeitliche Gräber zerstört wurden (Pollak, 1993, 16). Im Herbst 1939 konnte E. Ladewig in einer Notgrabung einige Steinplattengräber und Erdgräber bergen.

Grabungsjahr: 1938-1939

Grabungsleitung: Bundesdenkmalamt - BDA


Allgemeines (Fortsetzung)#

Literatur#

  • M. Pollak, Spätantike Grabfunde aus Favianis, Mautern, 1993 (Mitteilungen der Prähistorischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ; 28), 15.
  • Fundberichte aus Österreich 3, 1938-29, 67.
  • Fundberichte aus Österreich 4, 1941-45, 54.

Funde#

Kategorie: Glasgefäße, Terra Sigillata, Münzen, Steindenkmäler, Varia-Metall

Fundobjekte: Glasgefäße, Terra Sigillata, Grabsteine, Münzen, Kleinfunde aus Bronze wurden dokumentiert

Aktueller Verwahrort: Römermuseum FAVIANIS Mautern

Dokumentation: Tagebuch H. Riedl, Plan und Dokumentation E. Ladewig (BDA).

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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