Parzelle .1/1 (Hufeisenturm, Pfostenlöcher)#

Allgemeines#

Ein geplanter Restaurantbau zwischen dem Schloss und der Römerhalle veranlasste das BDA zu einer Notgrabung (M. Krenn, M. Hinterwallner, D. Schön). Im untersuchten Areal wurden an der Innenseite der Stadtmauer mehrere Befunde eines Hufeisenturmes und seiner Erweiterungsbauten unterschiedlicher Bauphasen entdeckt.

Die älteste römerzeitliche Nutzung zeigt sich in Pfostenlöchern und Grubenobjekten. Es folgt die Errichtung eines Hufeisenturmes, aus dessen erster Bauphase die Innenmauer als N-S verlaufende Bruchsteinmauer mit Balkenlöchern erhalten ist. In der nächsten Bauphase wurde die Westmauer in Mörtelbindung neu errichtet. Brandschuttplanierungen deuten auf eine Brandkatastrophe, auf die ein Ausbau der Westmauer nach Süden erfolgt, um mit einer zusätzlichen Mauer einen kleinen Raum westlich des bestehenden Turms zu schaffen. Daran wurden in der letzten Bauphase zwei parallele Bruchsteinmauern in Lehmbindung gesetzt (spätantik).


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 2005

Grabungsleitung:#

Bundesdenkmalamt - BDA

Literatur#

  • Fundberichte aus Österreich 44, 2005, 26f.

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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