Parz. 3 (Bauphasen, östliche Kastellmauer, Straße, Wall)#

Allgemeines#

Vor einem geplanten Neubau auf Parzelle 3, Wiener Straße 12, wurde 1991 eine Notgrabung durchgeführt (J. Offenberger). Ein Suchschnitt wurde von der Stadtmauer Richtung Südwesten angelegt. Es konnten stratigraphisch mehrere Phasen des Kastells erkannt werden (drei Holzbauphasen, eine Steinbauphase). Seichte Gruben waren mit der Schotterung einer Straße überdeckt, die parallel zu einem Wall und zur späteren Kastellmauer verlief. Ein Holzbau der dritten Phase wurde durch eine großflächige Brandkatastrophe zerstört; nach der Planierung wurden Steinbauten errichtet. Die östliche Kastellmauer wurde freigelegt. Die Befundsituation gab zu erkennen, dass die römische Kastellmauer bis in das Mittelalter als Befestigungsmauer diente. Die rund 5 m weiter nach Osten aus Ziegeln errichtete Mauer wurde erst zur Zeit der Türkeneinfälle errichtet.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 1991

Grabungsleitung: Bundesdenkmalamt - BDA#

Literatur#

  • Offenberger, J., Traismauer - Ergebnisse einer Sondage an der östlichen Stadtmauer, Fundberichte aus Österreich 32, 1993, 535ff.

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



Gefördert vom Kultur 2000 Programm der Europäischen Union mit Unterstützung von: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur | Land Oberösterreich | Oberösterreichische Landesmuseen – Abteilung Römerzeit | Kulturabteilung der Stadt Wien MA 7 | Stadtarchäologie Wien | Land Niederösterreich
www.limes-oesterreich.at