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Südliches Gräberfeld Tulln#

Lage#

Gemeinde: Tulln

Katastralgemeinde: Tulln

Kg-Nr: 20189

Denkmäler#

Die ca. 300 geborgenen spätantiken Körpergräber waren in einen einplanierten Siedlungshorizont eingetieft, der ab dem 1. Jh. zu datieren ist. Das Gräberfeld der Spätantike lässt sich anhand der Beigaben vom Beginn des 4. Jh. bis in das 5. Jh. datieren.

Südwestlich des Kastells hob man beim Bau der Westbahn 1871 in der Nähe des Bahnhofs frühe Brandgräber.

Zustand: überbaut

Kategorie: Bestattungsplatz
spätantikes Körpergräberfeld (Steinkistengräber, Ziegelplattengräber, Steinplattengräber, Grabbau, Erdbestattungen)

Zeitstellung#

Datierung: 300 AD - 488 AD

Phase: Spätantike


Forschungsgeschichte#

Bereits 1928 wurde das Tullner Heimatmuseum gegründet, das unter R. Friedl eine Sammlung aufbauen konnte, als immer wieder Gräber gehoben wurden. Seit 1991 werden der Vicus und die Gräberfelder vom Verein ASINOE im Auftrag des Bundesdenkmalamtes erforscht. Weitere Körperbestattungen kamen bei dem Umbau der ÖBB-Haltestelle Tulln-Stadt 2005-2008 zutage.

Forschungsgeschichte (Fortsetzung)#

2008: Bahnhofstraße (Körpergräber, Grabbau, Steinkistengrab)

2006: Bahnhaltestelle (Straße, Gruben, 31 Körpergräber)

2005: Bahnhaltestelle (Siedlungsbefund, spätantike Gräber)

1993: Bahnhofstraße (spätantike Gräber)

1992: Bahnhofstraße 25-27 (Siedlungsbefunde, Gräberfeld)

1991: Bahnhofstraße (Planierschichten, spätantikes Gräberfeld)

1991-1992: Bahnhofstraße 25-27 (Siedlungshorizont, Gräber)

1930-1933: Wilhelmstraße 4 (48 Körperbestattungen)

Literatur#

  • H. Zabehlicky, Die spätantiken und völkerwanderungszeitlichen Körpergräber aus dem norischen Teil Niederösterreichs, 1976 (Dissertation Universität Wien), 218ff.
  • U. Mayr und K. Winkler, Das spätantike Gräberfeld von Tulln-Bahnhofstraße, Fundberichte aus Österreich 30, 1991, 33-44.
  • B. Wewerka, Das spätantike Gräberfeld von Tulln-Bahnhofstraße, Grabung 1992, Fundberichte aus Österreich 31, 1992, 119-130.
  • G. Fleischmann, Das römische Tulln (Comagena), Wien 2003 (Dissertation Universität Wien 2003), 286f.


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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