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Ländgasse 5 (Kasernenbauten, Kanal, via vallaris)#

Allgemeines#

Vor einem Bauvorhaben auf Parzelle 126 (Ländgasse 5) wurde eine Notgrabung vom BDA (Verein ASINOE, R. Dragan) durchgeführt. Da das Bauvorhaben keine Unterkellerung aufweist, wurde die Ausgrabung nur bis zur geplanten Bodenstörung eingetieft.

Das Grabungsareal erstreckte sich vom spätantikem U-Turm (sogenannter Salzturm) 40m nach Süden und 25m nach Osten und war ungestört. 1-3m westlich der untersuchten Fläche verlief die westliche Kastellmauer, die in der Ausgrabung 1992 erfasst worden war.

Eine N-S verlaufenden Mauer von 30m Länge und 0,8m Breite mit anschließenden Estrichresten konnte als westliche Außenmauer eines Mannschaftsgebäudes erkannt werden. Im Anstand von 6m wurden Quermauern freigelegt, deren Bauabfolge nicht eindeutig festgelegt werden konnte. Westlich der Mannschaftsbaracke wurden zwei Reihen Bruchsteine im Abstand von 3m dokumentiert, die als Kanal interpretiert werden. Eine Schotterlage wird als Lagerstraße gesehen.

Grabungsjahr: 2003

Grabungsleitung: Bundesdenkmalamt - BDA, ASINOE


Allgemeines (Fortsetzung)#

Literatur#

  • Fundberichte aus Österreich 42, 2003, 35.
  • R. Dragan, Archäologische Untersuchungen in Tulln, Ländgasse 5, Fundberichte aus Österreich 42, 2003, 503-510.

Funde#

Kategorie: Keramikgefäße, Terra Sigillata, Teile von Tracht und Bekleidung, Varia-Metall, Waffen / militärische Ausrüstung

Fundobjekte: Reibschale und Gebrauchskeramik, Terra Sigillata-Bruchstücke; Münze im Mörtelbett; Kniefibel, Fibel, Fingerring aus Buntmetall; Nägel, Panzerschuppen aus Eisen mit Verbindungsringen aus Buntmetall.


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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