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Pionierkaserne (Brunnen, Gruben, Spitzgraben)#

Allgemeines#

Beim Umbau der Pionierkaserne (Albrechtsgasse 34) wurden im Hofbereich nach Abbruch des Südtraktes Sondagen durch das Institut für Ur- und Frühgeschichte Wien (J. Tuzar) im Auftrag des BDA durchgeführt. Drei Schnitte wurden östlich der Apsis der Minoritenkirche nach Norden angelegt und ein spätgotischer Vorgängerbau ergraben. Da ein Brunnen des 2./3. Jh. und mehrere Grubenobjekte des 1. bis 3. Jh. dokumentiert werden konnten, gehörte dieses Areal, das nur 50 m vom heutigen Donauufer entfernt ist, zum westlichen Vicus. Im 1992 erweiterten Grabungsareal nördlich der Minoritenkirche wurde ein N-S verlaufender Spitzgraben dokumentiert.

Grabungsjahr: 1991-1992


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsleitung: Universität Wien, Institut für Ur- und Frühgeschichte

Literatur#

  • J. Tuzar, Archäologische Untersuchungen in der ehemaligen Pionierkaserne in Tulln, Fundberichte aus Österreich 30, 1991, 44-48.
  • J. Tuzar, Weitere archäologische Untersuchungen in der ehemaligen Pionierkaserne in Tulln, Fundberichte aus Österreich 31, 1992, 130-138.
  • G. Fleischmann, Das römische Tulln (Comagena), Wien 2003 (Dissertation Universität Wien 2003), 277.

Funde#

Kategorie: Keramikgefäße, Terra Sigillata, Münzen, Varia-Metall, Sonstiges

Fundobjekte: Keramik, Terra Sigillata, Bronzefragmente, Münzen des Domitian und des Nerva. Fundspektrum 1. bis 3. Jh. Steinmörser

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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