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Feuerwehrschule (129 Körpergräber, 3 Bustumbestattungen, 6 Urnen; Westlicher Vicusrand)#

Allgemeines#

Die auf Parzelle 1 und 2 nördlich der Schießstattgasse, wo sich die Feuerwehrschule befand, im Jahr 2006 vom BDA begonnene Ausgrabung wurde 2007 (M. Krenn, A. Steinegger) fortgesetzt. Auf den Parzellen 1 und 2 wurden bereits 4000 m² ergraben, 2007 wurde mit 2000 m² die Ausgrabung zum Ende gebracht. Auf 1000 m² wurden weitere 138 Gräber, vorwiegend Körpergräber erfasst: meist einfache Erdbestattungen, aber auch Ziegelplattengräber, und Spuren von Holzsärgen. Das Körpergräberfeld datiert ab dem späten 3. bis in das frühe 4. Jahrhundert.

Das Überwiegen der Körpergräber erklären die Ausgräber mit den höher liegenden Brandgräbern, die durch mittelalterliche Störungen vernichtet wurden. Von dem ursprünglich flächendeckenden Brandgräberfeld waren nur sechs Urnen- und drei Bustungräber vorhanden. Diese datieren in das säte 1. bis 3.Jahrhundert.

Im östlichen Drittel des Grabungsareal kamen mit einem Abstand von 25m römische Siedlungsfunde zutage. Abfallgruben und ein Kellerobjekt mit einer Holzverschalung zeigen den westlichen Siedlungsrand des Vicus an.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 2007

Grabungsleitung: Bundesdenkmalamt - BDA

Literatur#

  • Fundberichte aus Österreich 46, 2007, 34.

Funde#

Fundobjekte: Keramik, Reibschalen


Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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