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Restkastell#

Allgemeines#

Auf den Parzellen 85 und 86 (Kindergarten, ehemalige Volksschule) wurde in einer Notgrabung (E. Tscholl, Aufsicht des BDA) die genaue Lage des spätantiken Restkastells festgestellt, die früheren Rekonstruktionen entsprach. Im Inneren wurde die Brandschicht einer Feuerstelle ergraben, die Fragmente spätantiker Gebrauchskeramik enthielt. Die bis 2,1 m starken Mauern aus Bruchstein waren an der Innenseite mit Tuffstein verblendet.

Mittelalterliche Funde und eine Brandschicht mit Gallischer Sigillata zeugen von einer langen Benutzung der Fundstelle. Ein als Spolie im spätantiken Mauerwerk verwendeter Weihealtar wurde sichergestellt, der dem Jupiter Dolichenus von Ulpius Nativos, Kommandant der Ala I Thracum, geweiht worden war.

Vor der Ostmauer wurde in einem Geländeschnitt ein Graben und ein Wall erkannt. Die Entfernung vom Fuß der Kastellmauer zum Scheitel des Walles betrug 12,7 m.

Grabungsjahr: 1987-1989

Grabungsleitung: Bundesdenkmalamt - BDA


Allgemeines (Fortsetzung)#

Literatur#

  • E. Tscholl, Das spätantike Restkastell von Wallsee, Jahrbuch des oberösterreichischen Musealvereines 135, 1990, 35ff.
  • Fundberichte aus Österreich 27, 1988, 316.

Funde#

Kategorie: Glasgefäße, Keramikgefäße, Münzen, Waffen / militärische Ausrüstung, Ziegel

Fundobjekte: Glasfragmente; Münzen; Keramik, spätantike Keramik; Pfeilspitze; Ziegel;

Aktueller Verwahrort: Römermuseum Wallsee
Sammlung Tscholl

Dokumentation: Bundesdenkmalamt

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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