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Südl. Hufeisenturm, Fächerturm, Grabensystem, Ostmauer#

Allgemeines#

Ausgrabung H. Stiglitz: Die Untersuchung der Südmauer wurde weiter westlich fortgesetzt, und die Fundamente eines Hufeisenturms freigelegt. Dabei wurde festgestellt, dass dieser abgetragen worden war. Ein Schnitt, der auf den Fächerturm gerichtet wurde, ergab einen wannenförmigen Graben, der über den römischen Spitzgraben angelegt worden war und mit dem Schutt des Fächerturm angefüllt war. Die Ausgräberin deutet diese Befundsituation mittelalterlich; der Fächerturm habe bei der Anlage des Grabens noch bestanden. Ein Schnitt nördlich des Fächerturmes an der Ostseite des Kastells bestätigte die Überlagerung des mittelalterlichen Graben, unter dem sich zwei römerzeitliche Spitzgräben befanden. Im antiken Niveau zeigte sich eine starke Brandschicht. In diesem Abschnitt war die Kastellmauer vor der mittelalterlichen Anlage bereits verstürzt.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 1958

Literatur#

  • H. Stiglitz, Das römische Donaukastell Zwentendorf in Niederösterreich. Die Ausgrabungen 1953- 1962, Der römische Limes in Österreich 26, Wien 1975, 28ff.

Text und Bearbeitung: Eva Kuttner



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