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Welterbe Limes#

Wienertor an der östlichen Kastellmauer in Traismauer
Das Wienertor an der östlichen Kastellmauer in Traismauer / Augustianis. Bei Restaurierungsarbeiten wurde 1978 römische Bausubstanz festgestellt.
© FRE Projekt, Foto Eva Kuttner

Die Grenzanlagen des römischen Reiches – lat. „limes bzw. ripa genannt“ – sind in Europa eines der größten Bodendenkmale. Sie prägen mit ihrer fast fünfhundertjährigen Geschichte immer noch viele Kulturlandschaften und bilden die Keimzelle für zahlreiche europäische Städte. Im Vergleich mit anderen römischen Grenzabschnitten hat sich in Österreich noch eine große Anzahl von hochaufragenden Befestigungsanlagen von hervorragender Bedeutung erhalten, die mit Hilfe dieses Projekt besser bekannt gemacht werden sollen.

Grabenanlagen entlang des Antoninuswalles in Schottland
Grabenanlagen wie diese sind entlang des Antoninuswalles in Schottland, der 2008 zum Welterbe erklärt wurde, hervorragend erhalten. Die Einreichung erfolgte im Rahmen des FRE Projektes.
© RCAHMS

Heute sind die einstigen römischen Grenzanlagen gemeinsames Erbe dreier Kontinente und für die Menschheit von universeller Bedeutung. Abschnitte der römischen Grenze in Deutschland (der obergermanisch-rätische Limes zwischen Rhein und Donau), der Hadrianswall in England und der Antoninuswall in Schottland sind bereits durch die UNESCO zum Welterbe erklärt worden.

In den kommenden Jahren können weitere Abschnitte römischer Grenzen entlang der Donau oder dem Rhein mit ihren Befestigungsanlagen zum Welterbe erklärt werden.

Im 2. Jh. n. Chr. umfasste das römische Reich ausgedehnte Gebiete in Europa, im Nahen Osten und in Nordafrika. Die Außengrenzen des Imperiums sorgten für Stabilität im Reich. Sie bildeten gleichzeitig Kontaktzonen unterschiedlicher Kulturen. Die Grenzenanlagen erstreckten sich über eine Länge von mehr als 5000 km. In regelmäßigen Abständen überwachten größere und kleinere Militärlager und Wachtürme das Grenzgebiet. Flussläufe, Holzpalisaden, Stein- oder Erdwälle bildeten durchgehende Hindernisse.

Text: Sonja Jilek


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