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Alte Feuerwehrschule - Schießstattgasse 2-4 (Straße, 112 Gräber)#

Allgemeines#

Auf der Parzelle 612 nördlich der Schießstattgasse, wo sich die Feuerwehrschule befand, wurde vom Verein ASINOE im Auftrag des BDA (W. Breibert, Th. Kreitner, O. Schmitsberger, U. Zimmermann) eine großflächige Ausgrabung durchgeführt. Das 3.500 m² große Areal wird im Norden von der Alten Großen Tulln ("Badwasser"), im Westen durch die Gebäude Schießstattgasse 6 begrenzt.

2005 bis 2006 wurden 112 Gräber gehoben, vor allem Brandbestattungen. Südlich war die Nekropole durch eine Straße begrenzt, die aus der Porta principalis sinistra führte. In Nähe der Straße war die Belegung am dichtesten, die Gräber am ältesten. Unter den 112 Gräbern befanden sich 47 Körperbestattungen, 32 Bustum-, 10 Urnen- und 32 Brandschüttungsgräber. Beigaben datieren ab dem späten 1. Jh. bis in das frühe 3. Jh. zu, es finden sich auch Gräber des 4. Jh.


Allgemeines (Fortsetzung)#

Grabungsjahr: 2005-2006

Grabungsleitung:#

Bundesdenkmalamt - BDA, ASINOE

Literatur#

  • Fundberichte aus Österreich 44, 2005, 34.
  • Fundberichte aus Österreich 45, 2006, 41.
  • W. Breibert, Th. Kreitner, O. Schmitzberger und U. Zimmermann, Römische Gräberstraße und mittelalterliches Handwerkerviertel am Ufer der Donau. Vorbericht über die archäologischen Untersuchungen 2005/06 in der Schießstattgasse in Tulln, Fundberichte in Österreich 45, 2006, 590-620.

Funde#

Kategorie:#

Glasgefäße, Keramikgefäße, Münzen

Fundobjekte:#

Glasgefäße, Keramik, Münzen, Öllampen.



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