Braunau am Inn#

Braunau am Inn und Ranshofen wurden von der entlang des rechten Ufers von Salzach und Inn verlaufenden Straße durchquert. Im Gemeindegebiet kamen mehrere römische Funde zutage, im 16. Jh. und 1835 Münzschätze, 1510 in Haselbach, etwa 1,5 km südöstlich von Braunau, eine Weihinschrift an die Siegesgöttin Victoria. Ferner stieß man in Braunau und in Oberrothenbuch auf Gebäudereste, die wahrscheinlich von einem Guthof stammen.

Peter Danner

Karte

Quellen#

  • Winkler, G., Die Römer in Oberösterreich, Linz 1975, 67-68.
  • Traxler, St., Römische Guts- und Bauernhöfe in Oberösterreich, Passauer Universitätsschriften zur Archäologie 9, Rahden/Westf. 2004, 125-126. 146.



Steindenkmäler#

Altar für die Siegesgöttin#

Der erhabenen Victoria stiften Lucius Restitutius Perpetus und Attiania Matrona den Altar für sich und ihre Söhne Restutus und Florinus.

Die Weihinschrift folgt dem üblichen Schema: Auf den Namen der verehrten Gottheit im Dativ folgen die der Stifter und am Schluss die Formel v s l l m für votum solverunt laeti libentes merito, d.h. sie haben ihr Gelübde freudig, gern und nach Verdienst eingelöst.

Über den Anlass für die Aufstellung des monumentalen Altars können wir nur spekulieren. Victoria personifiziert den militärischen Erfolg. Die Stifter geben aber keinen militärischen Rang an. Vielleicht hat hier ein römischer Bürger seine Loyalität gegenüber dem Staat, der ihm die Barbaren vom Halse hielt, ausdrücken wollen ?

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Mit freundliche Genehmigung der Universität Salzburg, Fachbereich für Geographie und Geologie (CHC), Dr. Christian Uhlir.
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