Tarsdorf#

Durch Tarsdorf führte die Straße, die von Iuvavum (Salzburg) entlang des rechten Salzachufers nach Norden verlief. Zwischen Ostermiething, wenige Kilometer südlich von Tarsdorf, und Ach folgte diese Straße allerdings nicht dem Flußufer, sondern nahm den kürzesten Weg direkt nach Norden. In Hörndl, 2 km nördlich von Tarsdorf, und zwischen Hofweiden und Döstling, südlich von Tarsdorf, wurden Überreste römischer Gutshöfe entdeckt. Ob in alten Berichten erwähnte Ruinen römischer Häuser und alter Befestigungen sich auf das heutige Ortsgebiet von Tarsdorf beziehen, ist nicht nachweisbar. Auch ein römischer Grabstein, der in der Kirche von Tarsdorf eingemauert ist, weist auf die Existenz einer Siedlung hin.

Peter Danner

Karte

Quellen#

  • Winkler, G., Die Römer in Oberösterreich, Linz 1975, 144-145.
  • Traxler, St., Römische Guts- und Bauernhöfe in Oberösterreich, Passauer Universitätsschriften zur Archäologie 9, Rahden/Westf. 2004, 164-165.



Steindenkmäler#

Grabstein der Lollia Pocca
Grabstein der Lollia Pocca

Grabstein der Lollia Pocca#

Der abgestufte Sockel und das profilierte Gesims über der Inschrift sind abgemeißelt.

Eine Frau names Lollia Pocca hat zu ihren Lebzeiten den Grabstein für sich selbst sowie für Viator, ihren mit 50 Jahren gestorbenen Ehemann, den Sohn Anno, gestorben mit 30 Jahren, und für ihre Nachkommen aufstellen lassen. Die Errichterin des Grabmals gehörte zur Familie der Lollier, die im nördlichen Noricum mindestens 10 Inschriften hinterlassen hat. Lollia Pocca, vermutlich eine freigelassene Sklavin, scheint einen Einheimischen ohne Bürgerrecht geheiratet zu haben, denn weder für Ehemann noch Sohn wird ein römischer Familienname angegeben.

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Mit freundliche Genehmigung der Universität Salzburg, Fachbereich für Geographie und Geologie (CHC), Dr. Christian Uhlir.
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