Vöcklamarkt#

Die Reichsstraße von Iuvavum (Salzburg) nach Ovilavis (Wels) führte durch das Gemeindegebiet von Vöcklamarkt. In der Ortschaft Mösendorf, etwa 2 km südwestlich von Vöcklamarkt, wurden Überreste einer römischen Siedlung, eine Inschriftentafel und ein Meilenstein gefunden. Möglicherweise handelt es sich um die römische Straßenstation Laciacis.

Peter Danner

Karte

Quellen#

  • Winkler, G., Die Römer in Oberösterreich, Linz 1975, 149.
  • Stern, J., Römerräder in Rätien und Noricum. Unterwegs auf römischen Pfaden, RömÖ 25, 2002, 48.



Steindenkmäler#

Grabinschrift des Lucius Terentius Restitutus
Grabinschrift des Lucius Terentius Restitutus

Grabinschrift des Lucius Terentius Restitutus#

Die beiden Verstorbenen, die Erbonia Optata bestattet hat, sind ihr Mann Lucius Terentius Restitutus und ihr Sohn Terentius Quietus. Der Gatte wird mit einem auf Grabinschriften üblichen Superlativ als der allerfrömmste (piissimo) gerühmt. Alters- und Berufsangaben fehlen bzw. sind nicht erhalten. Die monumentale Inschrifttafel stammt vom Grabmal eines römischen Bürgers, der zur Oberschicht von Ovilava oder Iuvavum gehörte und seinen Landsitz zwischen beiden Städten hatte. Erbonia Optata kam aus der Familie der Erbonier, die nach ihren zahlreichen Erwähnungen auf Inschriften von Iulium Carnicum (Zuglio in Norditalien am Südfuß des Plöckenpasses) dort beheimatet und sicher im transalpinen Handel tätig war.

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Grabinschrift des Sumelius
Grabinschrift des Sumelius

Grabinschrift des Sumelius (?)#

Die stark beschädigte Inschrift nennt zwei einheimische Namen (Sumelius ? und Cobrunus ?), am Ende der ersten Zeile könnte die Amtsbezeichnung aedilis stehen, was aber bei keltischen Personen eher unwahrscheinlich ist, denn ein Amt im Magistrat einer Stadt konnte nur ein römischer Bürger ausüben.

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Meilenstein des Kaisers Septimius Severus und seiner Söhne#

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Mit freundliche Genehmigung der Universität Salzburg, Fachbereich für Geographie und Geologie (CHC), Dr. Christian Uhlir.
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