Hallwang#

Durch das Ortsgebiet von Hallwang führte die Reichsstraße von Iuvavum nach Ovilavis (Wels). Im Bereich der Kirche, des Friedhofs und der angrenzenden Häuser wurden Überreste römischer Bauten entdeckt, die wahrscheinlich einem Gutshof angehören. Eines der beiden im Zuge der Kirchengrabung freigelegten Gebäude war ein Bad. Ein römischer Grabstein wurde später in die Kirchenmauer eingemauert.

Peter Danner

Karte

Quellen#

  • Seigmann, A., Heimatbuch Hallwang, Hallwang 1989



Steindenkmäler#

Inschrift vom Grabmal des Quintus Sabinius Euprepes
Inschrift vom Grabmal des Quintus Sabinius Euprepes

Inschrift vom Grabmal des Quintus Sabinius Euprepes und seiner Frau Sabinia Tertulla#

Der Inschriftblock war Teil eines größeren Grabmals. Unten ist ein Stufensockel zu ergänzen, oben war sicher eine vorspringende Gesimsplatte aufgesetzt und darüber entweder eine dekorative Bekrönung, ein 2. Geschoss mit Reliefs oder ein Porträtmedaillon. Der Errichter des Grabmals war ein römischer Bürger mit Vornamen (Praenomen) Quintus, Familiennamen (Gentile) Sabinius und Beinamen (Cognomen) Euprepes. Der 3. Name weist auf seine Herkunft aus dem griechischsprachigen Osten des römischen Reiches hin. Auf den Inschriften aus Iuvavum gibt es noch 2 weitere Quinti Sabinii mit griechischem Cognomen. Alle drei waren wohl Freigelassene, die im transalpinen Handel tätig waren. Euprepes besaß vermutlich eine Villa in Hallwang. Dort ließ er anlässlich des frühen Todes seiner besten Gattin, die auch aus der Familie der Sabinier kam, ein repräsentatives Grabmal errichten.

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Mit freundliche Genehmigung der Universität Salzburg, Fachbereich für Geographie und Geologie (CHC), Dr. Christian Uhlir.
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