Werfen#

Durch Werfen führte die Reichsstraße von Iuvavum nach Virunum und Teurnia, die nördlich von Werfen den Paß Lueg überquerte. In Sulzau wurde ein römischer Meilenstein, der mit dieser Straße zu verbinden ist, entdeckt. Hinweise auf römische Besiedlung in Werfen sind ein römisches Urnengrab, ein Grabstein in der Ortschaft Reitsam und Keramikfunde beim Neuwirt.

Peter Danner

Karte

Quellen#

  • Hörmann, F., Die Frühgeschichte bis zum Burgbau 1077, in: Chronik von Werfen, Werfen 1987, 27-41.



Steindenkmäler#

Grabinschrift des Alpinus
Grabinschrift des Alpinus

Grabinschrift des Alpinus#

Der Stein stammt vom Grab eines mit 8 Jahren gestorbenen Kindes. Der Knabe hieß Alpinus, sein Vater Silvanus. Diese Namen sprechen von der Heimat der beiden: der Sohn ist der aus den Alpen, der Vater der aus dem Wald. Es handelt sich um eine Familie von einheimischen Landbewohnern ohne römisches Bürgerrecht. Die Inschrift gehörte vermutlich zu einem Hügelgrab.

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Meilenstein des Kaisers Septimius Severus und seiner Söhne#

Die stark beschädigte Inschrift lässt noch erkennen, dass es sich um einen der im Jahr 201 durch das severischen Kaiserhaus in Noricum aufgestellten Meilensteine handelt. Damals wurden die Straßen und die wegen ihres Alters umgefallenen (vetustate conlapsa) Meilensteine erneuert. Der Name des jüngeren Sohns des Kaisers Septimius Severus, Publius Septimius Geta, wurde nach dessen Ermordung durch seinen Bruder Caracalla (212) ausgemeißelt. Am Schluss der Inschrift war der die Renovierungsarbeiten an den norischen Straßen überwachende Statthalter erwähnt. Die Anzahl der Meilen von Iuvavum ist nicht erhalten.

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Mit freundliche Genehmigung der Universität Salzburg, Fachbereich für Geographie und Geologie (CHC), Dr. Christian Uhlir.
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