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Burgmuseum Grünwald#

Adresse#

Burg Grünwald, Zeillerstr. 3, 82031 Grünwald bei München, Deutschland

Öffnungszeiten#

15. März bis 30. November: Mittwoch bis Sonntag von 10.00 - 16.30 Uhr

Kontakt#

Telefon: +49 89 6413218

www.archaeologie-bayern.de

Das Burgmuseum Grünwald ist eines der zahlreichen Zweigmuseen der Archäologischen Staatssammlung München und beherbergt im Westflügel eine Daueraustellung mit römischen Steindenkmälern. Denkmäler aus dem Territorium von Iuvavum stammen aus Ainring (Lupa 11994), Anthering (Lupa 6708), Bad Reichenhall (Lupa 1117), Freilassing (Lupa 6238), Obing (Lupa 4497), Prutting (Lupa 8888) und Seeon-Seebruck (Lupa 6714).



Steindenkmäler in diesem Museum#

Grabaltar mit Delphinreliefs#

Grabmal für die Frau eines Freigelassenen
Grabmal für die Frau eines Freigelassenen

Grabmal für die Frau eines Freigelassenen#

Sowohl der Name der begrabenen Frau als auch der des Errichters des Grabsteines ist nur teilweise erhalten; der Mann nennt sich libertus (abgekürzt L), d.h. Freigelassener des Marcus Artorius Iactualis und hat seiner Ehefrau den Grabstein machen lassen. Die Nebenseiten des Blockes zeigen jeweils einen Delphin. Dieses auf römischen Grabreliefs beliebte Motiv symbolisiert wie andere Meerwesen auch die Reise der Verstorbenen ins Jenseits.

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Inschrift vom Grabmal der Familie eines hohen Beamten aus Iuvavum
Inschrift vom Grabmal der Familie eines hohen Beamten aus Iuvavum

Inschrift vom Grabmal der Familie eines hohen Beamten aus Iuvavum#

Von der Grabinschrift, die von einem repräsentativen Grabbau stammt, ist leider nur die rechte Hälfte teilweise erhalten. Der Grabinhaber, dessen Name fehlt, hat es zu Lebzeiten errichten lassen (v=vivus fecit) für eine Person, die mit 60 Jahren gestorben ist, vermutlich seine Ehefrau, und einen Saturninus, den er carissimo, d.h. den teuersten, nennt und der wohl ein Sohn war. Dieser Saturninus war Stadtrat und Bürgermeister in Iuvavum (decurio und duumvir iure dicundo). Die Familie gehörte also zur Oberschicht der Stadt und hatte bei Anthering vermutlich ihren Landsitz mit privatem Friedhof.

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Deckel einer Aschenkiste
Deckel einer Aschenkiste

Deckel einer Aschenkiste#

Deckel einer Aschenkiste, in der die Urnen von Mitgliedern einer Familie aufbewahrt wurden.

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Grabmal der Maximia Maxima
Grabmal der Maximia Maxima

Grabmal der Maximia Maxima#

Für Maximia Maxima, Tochter des Publius, gestorben mit 35 Jahren, hat die Mutter Julia Avita den Grabstein machen lassen. Auffallend ist, dass eine 35jährige Frau von ihrer Mutter bestattet wird. Entweder war Maximia unverheiratet oder verwitwet und kinderlos.

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Votivaltar für Jupiter und alle Gottheiten#

In der ersten Inschriftzeile stehen nach den Abkürzungen IOM für Iovi Optimo Maximo die Buchstaben D D, die zu Dis Deabus (den Göttern und Göttinnen) ergänzt werden können. Gestiftet haben den Altar Caius Restitutus Restitutianus, Centurio einer Legion, und seine Ehefrau Julia Honorata. Sie haben ihr Gelübde gern, freudig und nach Verdienst erfüllt (votum solverunt libentes laeti merito). Zu welcher Legion der Mann gehört hat, wird nicht angegeben, wahrscheinlich war es die Legio II Italica in Enns.

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Fragment eines Votivaltars
Fragment eines Votivaltars

Fragment eines Votivaltars#

Von der Inschrift ist nichts mehr erhalten; dass es sich um einen einer Gottheit geweihten Altar handelt, zeigt der Reliefrest auf der Nebenseite. Dargestellt ist eine von oben gesehene Schale, in der Opfergaben liegen. Im Raum darüber war vielleicht eine Kanne für Trankspenden abgebildet.

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Votivaltar/Altar für Mithras#

Das Fragment wurde in einem Mithrasheiligtum ausgegraben, also wird der Altar dem orientalischen Lichtgott Mithras geweiht gewesen sein. Von der Inschrift erhalten sind nur der Rest der Weiheformel - vermutlich pro se et suis omnibus votum solvit (für sich und alle Seinen hat das Gelübe eingelöst) - sowie das Datum der Aufstellung des Altars: Idibus Octobribus Albino et Mummio consulibus, d.i. am 15. Oktober 258 unter den Konsuln Albinus und Mummius. Der Stifter war jedenfalls ein eingeweihtes Mitglied des Mithraskultes, an dem nur Männer nach mysteriösen Initiationsriten teilnehmen konnten.

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Mit freundliche Genehmigung der Universität Salzburg, Fachbereich für Geographie und Geologie (CHC), Dr. Christian Uhlir.
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