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Grabmal einer Familie
Grabmal einer Familie

Grabmal einer Familie#

Der pfeilerförmige Stein ist an den Seiten mit flüchtig eingravierten Delphinen verzeirt. Der Anfang der Inschrift fehlt, doch ist aus dem Erhaltenen zu entnehmen, dass eine Frau den Grabstein für sich, die Tochter Censorina, den Sohn Iulius Sabinus - beide ohne Altersangabe, daher wohl noch am Leben - und den mit 50 Jahren verstorbenen Ehemann hat machen lassen. Der Name des letzteren ist nicht mehr lesbar, interessant ist aber die Angabe, dass er ein decurio ornatus des Municipium Altinum war. Er besaß die ornamenta decurionalia, d.h. Kleidung und Insignien sowie bestimmte Privilegien eines Stadtrates (decurio) einer Stadt jenseits der Alpen, deren Einwohner später die Gründer Venedigs werden sollten. Die Verdienste, denen der Mann diese Auszeichnung verdankte, werden vermutlich in seiner Funktion im transalpinen Handel zu suchen sein.

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