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Bedrohte Tierarten#

von Janel Jennifer Matzke; HS Markt Hartmannsdorf, 2b; Betreuung: Zoller; 35 Punkte;

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Europäischer Ziesel aus Erdloch guckend, Foto: BS Thurner Hof, aus Wikimedia Commons, verwendbar gemäß GNU Lizenz

Von 5.487 bekannten Säugetierarten sind 1.141 vom Aussterben bedroht! Weltweit ist von 62.000 untersuchten Tieren und Pflanzen ca. ein Drittel vom Aussterben bedroht.

In der Geschichte gab es immer wieder Phasen wo viele Arten ausgestorben sind. Das wurde zum Beispiel durch Naturkatastrophen ausgelöst. Seit dem 17. Jahrhundert ist es aber der Mensch und sein Handeln, das Tiere bedroht und aussterben lässt. Das passiert durch Lebensraumzerstörung, illegalen Handel, Einbringen gebietsfremder Tiere und Pflanzen, aber auch durch Umweltverschmutzung und Klimawandel. Viele Tierarten sind daher sehr unter Druck. Die Weltnaturschutz Union (IUCN) hält in der Roten Liste fest welche der 64.000 beobachteten Tier- und Pflanzenarten gefährdet sind und wie groß die Gefahr des Aussterbens ist.

Sind Arten einmal ausgestorben, dann kann das nicht wieder rückgängig gemacht werden. Auch für den Menschen kann das Aussterben von Arten negative Folgen haben, da die Tiere- und Pflanzen Funktionen im Ökosystem haben, und der Mensch von einem intaktem und funktionierendem Ökosystem abhängig ist.

In Österreich galten 1983 186 Tierarten ausgestorben, ausgerottet oder verschollen, 425 Arten sind vom Aussterben bedroht. Insgesamt sind 2038 Tierarten momentan gefährdet, weitere 580 Tierarten sind aufgrund ihrer Seltenheit gefährdet. Von den Wirbeltieren sind 57,2% aller Arten in unterschiedlichem Ausmaß gefährdet, Amphibien: 100%, Reptilien: 92%, Fische: 58%, Vögel: 55%, Säugetiere: 46%.

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) veröffentlich die Ergebnisse über die Gefährdung der verschiedenen Arten regelmässig, wodurch sich auch die Entwicklung der Arten verfolgen lässt. Der Hauptsitz der IUCN ist in der Schweiz in Gland. Alle vier Jahre findet ein "World Conservation Congress" statt, 2008 nahmen 7000 Experten aus 150 Ländern an dem Kongress in Barcelona teil. 2012 fand der Kongress in Jeju, Korea statt.

Beispiele für stark bedrohte Säugetiere sind zum Beispiel der Irrawaddy-Delfin und der Narwal. Auch bei dem australischen Baumkänguru hat sich die Situation extrem verschlimmert.

Der Irrawaddy-Delfin ist in Südostasien ist stark bedroht, er landet oft als Beifang in den Netzen der industriellen Fischerei. Er ist ein Flussdelfin und bewohnt Mangrovengebiete sowie Flüssläufe. Der Bau von Staudämmen, der Bergbau und die Abholzung der Wälder gefährden seine Existenz immer mehr. Eine Forschungsstudie auf den Philippinen hat nur 77 Tieren verteilt auf eine 133km² große Fläche entdeckt.

Ebenso geht es dem Narwal, der oft wegen seines langen Horns aus Elfenbein gejagt wird. Die Zerstörung seiner Lebensräume in den arktischen Regionen und die Verseuchung der Meere mit Giftstoffen schädigt die Gesundheit und die Fortpflanzungsfähigkeit der Tiere.

Durch Überjagung und Abholzung gefährdet sind ebenso 14 Baumkänguruarten in Australien und Papua Neuguinea.

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Amazonas Flussdelfin (Orinoko), Foto: Oceancetaceen, aus Wikimedia Commons verwendbar gemäß CC Lizenz
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Baumkänguru, aus Wikimedia Commons (Brehms Thierleben 1883), das Bild ist gemeinfrei

Insgesamt sind heute 188 Säugetierarten weltweit so stark gefährdet, dass sie kurz vor dem Aussterben stehen. In Europa betrifft dies vor allem den Iberischen Luchs, von dem heute überhaupt noch weniger als 150 Exemplare existieren.

Die etwas bessere Nachricht ist, dass sich durch Naturschutzmaßnahmen die Situation von fünf Prozent aller bedrohten Tierarten weltweit verbessert hat. Dazu zählen auch die afrikanischen Elefanten. Brasilianische Forscher sind auf die Idee gekommen vom Aussterben bedrohte Tierarten zu klonen. Allerdings sei es nicht geplant, die geklonten Tiere freizulassen.

Recherche zum Thema Bedrohte Tierarten#



  • Quelle 3: Kühner, Petra (Hg.): Lexikon der Tiere. Dorling Kindersley, München 2009.



  • Quelle 6: WWF Artenschutz: Die bedrohten Tiere der Erde. White Star Verlag, 1. Auflage, 2008


Man kann nicht oft genug darauf hinweisen - spitze!

-- Unbekannt, Montag, 24. Juni 2013, 14:48