unbekannter Gast

Elefanten#

von Ogai Sabir; BG/BRG Pestalozzi, 4a; Betreuung: Camhy; 68 Punkte;

Die Elefanten werden heute als Rüsseltiere bezeichnet. Das typische Merkmal der Rüsseltiere ist der Rüssel, der der Ordnung den Namen gab.

Von den Rüsseltieren, die einst weltweit verbreitet waren, leben heute nur noch in Afrika und in Südasien, die sogenannten asiatische Elefanten und die afrikanische Elefanten. Zu ihren Verwandten gehören z.B. die Schliefern und die Seekühe.

Die Unterschiede zwischen den afrikanischen und den asiatischen Elefanten sind folgende: Der asiatische Elefant hat kleine Ohren, einen Buckelrücken, eine glatte Haut, Stoßzähne (nur beim Bullen) und einen Rüssel mit nur einem Greiffinger. Der afrikanischer Elefant hat große Ohren, einen Sattelrücken, eine stark runzelige Haut, Stoßzähne (bei Bullen und Kuh) und einen Rüssel mit zwei Greiffingern. Der Rüssel ist keine extrem vergrößerte Nase, wie man auf den ersten Blick glauben könnte, sondern er wurde im Laufe der Stammesgeschichte der Rüsseltiere aus Oberlippe und Nase gebildet. Hauptsächlich besteht der Rüssel aus Muskeln. Um zu trinken, saugt sich der Elefant den Rüssel voll Wasser und spritzt es sich ins Maul. Mit einem Stöckchen, das er in der beweglichen Rüsselspitze hält, kann sich ein Elefant selbst an empfindlichen Stellen, wie dem Auge, kratzen. Der Rüssel leistet auch beim Schwimmen gute Dienste. Mit dem zuvor eingerollten Rüssel kann der Elefant wichtige Schläge austeilen. In dem gewaltigen Elefanten-Kopf wirkt das Auge (Durchmesser ca.40 mm) ziemlich klein.

Elefanten ernähren sich ausschließlich von Pflanzen. In freier Wildbahn benötigt ein ausgewachsener Elefantenbulle pro Tag etwa 170kg frische Pflanzen. Um sich wohl zu fühlen, müssen Elefanten mindestens einmal pro Tag trinken. Der tägliche Flüssigkeitsbedarf eines Elefanten liegt bei 70 bis 100 Liter. Elefanten sind gute und ausdauernde Schwimmer und können Flüsse und Seen mühelos überqueren. Fortpflanzung: erst mit 10 Jahre kann eine Elefantenkuh ihr erstes Junges bekommen.

Die Tragzeit beträgt ca. 2 Jahre. Es lässt sich berechnen, dass eine Elefantenkuh in ihrem Leben maximal 8 bis 10 Jungen bekommen kann. Elefantenbabys sind viel stärker beharrt als die erwachsenen Elefanten. Die Elefanten leben durchschnittlich 40 Jahre und die Zoo Elefanten 70 Jahre.

Elefant 1.jpg
Foto aus einem Reisebericht über Namibia

Der erste Elefant kam durch Erzherzog Maximilian, dem späteren Kaiser Maximilian II., der ihn bei seiner Rückkehr aus Spanien mitbrachte, 1551/52 nach Österreich. Bis heute erinnern Hausbezeichnungen an seinen Weg (Brixen, Lambach, Linz, Wien). Er wurde in den Tiergarten Kaiserebersdorf gebracht, wo er nur bis 1554 lebte. Aus den Knochen des rechten Vorderfußes ließ der Wiener Bürgermeister Sebastian Huetstocker einen Stuhl anfertigen, der seit 1678 im Stift Kremsmünster aufbewahrt wird.

Elefant.jpg
Foto aus einem Reisebericht über Namibia


Recherchen von Ogai Sabir:
  • Quelle 1: Buch: Gazimek,Bernhard (Hrsg.): Grizimks Tierleben Sägetiere 3. Weltbild Verlag , Augsbburg 2000. Kapitel 14, S.479-502




  • Quelle 5: Sedlag, Ulrich; Zieger, Reiner (Illustrator): Elefanten. Thessloff Verlag, Nürnberg 2004. Band 86.

  • Quelle 6: Lan, Redmond: Elefanten. Entwicklungsgeschichte, Verhalten und der Einfluss des Menschen. Gerstenberg Verlag, Hildesheim 1993.

Eventuelle Quellen die andere gefunden haben (Bitte Namen und Quelle angeben):
  • Elefantenfamilie. Dieses Foto ist am Austria-Forum in der "Community" bei "Reisen in aller Welt" frei verfügbar zu finden, dort sind auch weitere Bilder von Elefanten und anderen Tieren sowie Informationen zu Namibia.


Netter Beitrag! Mir ist im Großen Brockhaus 2012 noch besonders aufgefallen, wie groß die geistigen Fähigkeiten der Elefanten sind. Einen Teil davon hänge ich hier als Zitat an:
"Das Gedächtnis ist nicht die einzige bemerkenswerte Geistesleistung von Elefanten. Ihre Lernfähigkeit, Kombinationsgabe und soziale Kompetenz wird nur von wenigen Säugetieren übertroffen. Der Cerebralisationsindex, welcher das Gewichtsverhältnis zwischen dem für höhere Intelligenzleistungen entscheidenden Neuhirn und dem Stammhirn angibt, liegt bei Elefanten sogar über dem der Menschenaffen und wird nur vom Delphin und vom Menschen übertroffen. Allein die Masse des Elefantengehirns beeindruckt: Mit 5–5,5 Kilogramm ist es das schwerste Gehirn eines lebenden Landtiers, möglicherweise sogar aller Landtiere, die jemals gelebt haben. Nur die Großwale besitzen noch größere Gehirne; das schwerste Gehirn (neun Kilogramm) trägt vermutlich der Pottwal in seinem gewaltigen Schädel."

-- Unbekannt, Mittwoch, 12. Dezember 2012, 18:07


Mir hat diese Bild von Tony Margiochi (2009) im Oriente Magico so gut gefallen, dass ich es hier hereinstellen "musste".

Oriente-Magico

-- Unbekannt, Samstag, 5. Januar 2013, 11:50



Im Tiergarten Schönbrunn hat man erzählt, dass die Elefanten in der Wildnis meist durch Hunger sterben! Die gewaltigen Mengen von Gras und Zweigen, die sie benötigen, zermahlen sie mit ihren Zähnen, die sich immer mehr abnutzen. Und obwohl Elefanten nicht nur zweite Zähne (so wie wir) bekommen, sondern auch dritte und vierte, reicht das nicht, so dass sie zuletzt nicht mehr genug Nahrung zerkleinern können!

-- Unbekannt, Dienstag, 19. Februar 2013, 18:18


Vergleiche dazu den Beitrag über asiatische und afrikanische Elfanten

-- Herz Walter, Sonntag, 17. März 2013, 20:14