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Hundeerziehung#

von Agnes Sonnleitner; HS Markt Hartmannsdorf, 2a; Betreuung: Zoller; 62 Punkte;

So lernen Sie Ihrem Hund alleine zu bleiben#

Bringen Sie ihrem Hund langsam das „Alleine bleiben“ bei. Alle Hunde müssen einmal allein bleiben können. Für manche Hunde ist das ein Drama, andere nehmen es eher gelassen hin. Am Anfang bereiten Sie ihn aufs „Alleinsein“ vor. Sie gehen lange mit ihm spazieren oder spielen mit ihm im Garten. Die ersten Versuche machen Sie, wenn der Hund sich irgendwo in eine Ecke legt und vollkommen zufrieden ist. Sie gehen für ein paar Minuten aus dem Haus und kommen gleich wieder. Diese Minuten werden dann immer gesteigert, bis die gewünschten Stunden erreicht werden. Beachten Sie: Geben Sie ihrem Hund einen Knochen oder ein Spielzeug zur Beschäftigung. Er muss auch immer frisches Wasser in seiner Wasserschüssel haben und einen gemütlichen Liegeplatz.

Die vier wichtigen Kommandos#

Sitz: Bringen Sie Ihrem Hund bei, vor dem Füttern zu sitzen oder wenn Sie mit ihm eine Straße überqueren. So lernt er, dass die Straße etwas Besonderes ist und wird sie auch ohne Leine sicher überqueren. So lernen Sie ihm auf den Befehl "Sitz!" zu hören: Nehmen Sie einen Leckerbissen in die Hand und bewegen diese schnell nach oben. Der Hund will den Leckerbissen schnappen und schaut automatisch zu dem Leckerli nach oben. Dass der Hund das Leckerli besser im Blick hat, muss er sich hinsetzen. Genau in dem Moment, wo seine Hinterbeine knicken, sagen Sie ein lautes „Sitz!“. Wiederholen Sie diesen Vorgang so oft, bis er sich auch ohne Leckerli hinsetzt.

Platz: Wenn Ihr Hund sitzt, knien Sie sich neben ihn und legen die Hand mit dem Leckerli vor die Pfoten des Hundes. Er wird dann versuchen den Leckerbissen zu schnappen. Bewegen Sie Ihre Hand nun ein kleines Stück weiter in die Richtung Ihres Hundes und der Hund wird seinen Körper nach hinten ausrichten und muss sich hinlegen, um das Leckerli zu erwischen. In dem Moment sagen sie mit fester Stimme „Platz!“. Wiederholen Sie dies so oft bis ihr Hund sich automatisch hinlegt, wenn Sie „Platz!“ sagen.

Komm: Eines der wichtigsten Kommandos ist „Komm!“. Stellen Sie sich ein paar Schritte entfernt von ihrem Hund hin und nehmen ein Leckerli in die Hand. Rufen Sie ihren Hund mit „Komm!“ und geben Sie ihm das Leckerli, wenn er kommt. Bei manchen Hunden kann das dauern. Am besten ist es, wenn man am Anfang eine 10m Leine nimmt, mit der man den Hund einholen kann, falls er nicht auf das Kommando hört. Wenn ihr Hund zu Ihnen gelaufen kommt, rufen Sie immer wieder „Toll!“ und „Fein!“ oder auch andere positive Wörter. Wichtig: Strafen Sie Ihren Hund nie, wenn er zu Ihnen gekommen ist, egal, was er zuvor angestellt hat.

Bei Fuß: Dieses Kommando ist nicht nur für große Hunde, sondern auch für kleine Hunde wichtig. Auch wenn es Sie nicht stört, dass ihr kleiner Hund an der Leine zieht, kann es in manchen Situationen sehr hilfreich sein, wenn der Hund neben ihrem Beinen geht. Es gibt viele verschiedene Arten, einem Hund „Bei Fuß“ zu lernen. Eine davon ist zum Beispiel, für lernfähige Hunde sehr leicht zu lernen. Eine andere wiederum für eigenwillige Hunde besser geeignet. Falls Ihr Hund jedoch trotzdem nicht „Bei Fuß“ geht, kann man Hilfsgeschirre kaufen. Es ist kein normales Geschirr, sondern es sind unter den Beinen des Hundes zwei Riemen. Diese werden dann an der Leine befestigt und bei jedem anziehen an der Leine wird dieser Riemen gespannt, sodass der Hund seinen Schritt verlangsamen muss. In kürzester Zeit wird dem Hund mit diesem, im Verhältnis billigem Geschirr, ganz einfach „Bei Fuß“ gelernt.

Stubenrein werden#

Was Hündchen nicht lernt-lernt Hund nimmer mehr!!!

Wenn ihr Welpe einmal in die Wohnung macht, schimpfen Sie nicht mit ihm. Das hilft nicht, Sie machen ihn nur ängstlicher. Sie sollten zukünftig vorausahnen, wann der Welpe sein Geschäft verrichten muss. Zum Beispiel, nach dem Aufwachen, wenn er fertig gefressen hat oder wenn er gespielt hat. Sie sollten vermeiden, dass sich ihr Welpe im Haus erleichtern kann, denn das könnte ihn irritieren.

Voraussehen: Wenn der Welpe nach draußen muss, um sein Geschäft zu erledigen, wird er nervös werden und er wird überall herumschnüffeln. Manche Welpen fangen auch an zu bellen oder an der Haustür zu kratzen.

Lob: Wenn Ihr Welpe sein Häufchen draußen abgelegt hat, dann loben sie ihn immer. So wird er bald merken, sich draußen, anstatt in der Wohnung zu erleichtern.

--> Netter Videoclip über Hundeerziehung

Recherche zum Thema Hundeerziehung#



  • Quelle 3: Sands, David: So verstehen Sie ihren Hund: Trainingsmittel. Weltbild GmbH, Augsburg München 2009.