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Klettern#

von Birgit Söser; BRG Körösi, 6a; Betreuung: Hollomey; 43 Punkte;


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Lowering from Daniboy (Kalymnos, Greece).
Foto: David Bolius. Aus: Wikicommons unter CC

Sportklettern ist neben Wandern die einzige Form der Bergbesteigung. Sportklettern kann man sowohl in der Halle, als auch im Freien.

Folgende Kletterarten gibt es:

  • Freiklettern:
    Die Sicherung wird nur zum Sichern und nicht zur Fortbewegung genützt. Sowohl in der Halle, als auch im Freien betreibbar.
  • Alpines Sportklettern:
    Die Sicherung wird auch zur Fortbewegung genützt. Nur im Freien betreibbar.
  • Bouldern:
    Keine Sicherung nötig. Bouldern bedeutet freies Klettern in Absprunghöhe.


Grundsätzlich ist Klettern ein Einzelsport, man benötigt aber entweder einen Sicherer oder eine Standplatzsicherung. Die Ausnahme bildet das Bouldern, hier wird keine Sicherung benötigt.

Ein Kletterer ist grundsätzlich mit fünf verschiedenen Situationen konfrontiert:#

  • Klettern:
    Wichtig ist hierbei die Ausdauer, die Maximalkraft und die Kraftausdauer.
  • Orientieren:
    Einschätzung der Lage, Problemanalyse, Lösung erarbeiten
  • Gesichert werden:
    Verantwortung und Vertrauen zum Sichernden ist hier das Um und Auf.
  • Höhe erleben:
    Man muss seine Ängste kennen, um diese auch zu überwinden. Weiters braucht man auch Selbstvertrauen.
  • Risiken eingehen:
    Manchmal muss ein Kletterer auch ein Risiko eingehen, um an sein Ziel zu kommen.

Als Sicherer ist man grundsächlich mit drei verschiedenen Situationen konfrontiert:#

  • Sichern:
    Man muss verantwortungsvoll sichern und aufmerksam sein. Ein Moment der Unachtsamkeit kann einem selbst oder dem Kletternden das Leben kosten.
  • Orientieren:
    Als Sicherer kann man dem Kletternden in schwierigen Situationen helfen und diesen zum Beispiel vor Steinschlag oder anderen Problemen warnen.
  • Verantwortung übernehmen:
    Im Falle eines Unfalles haftet der Sicherer.

Warum aber setzt man sich so einer Gefahr freiwillig aus? Was macht die Faszination des Sportkletterns aus?#

Natürlich spielt die sportliche Leistung eine große Rolle. Bestimmte Einflüsse von außerhalb bestimmen dabei den Schwierigkeitsgrad. Dies sind zum Beispiel die Felsart, die Jahreszeit oder das Klima. Weiters gibt es die inneren Einflüsse, die unter anderem die Kondition, die Technik, die Taktik, die Motivation und die mentale Verfassung sind. Automatisch werden sich persönliche Leistungskriterien gesetzt, man will siegen oder zumindest wetteifern.


Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unvermittelbarkeit. Zum einen durch die Sinneserlebnisse, zum anderen durch die Augenblickerlebnisse, die sich beim Klettern ergeben.


Man kann die Natur auch unglaublich gut und vor allem sehr anders als sonst wahrnehmen. Es ist ein eigenes Felserlebnis.


Weiters vermittelt das Klettern ein eigenes Körpergefühl. Vor allem Anfänger werden merken, wie viele verschiedene Muskeln beim Klettern belastet werden. Viele Muskeln werden durch das Sportklettern trainiert. Folgende Muskeln werden dabei beansprucht:

Rockclimbing.jpg
Experience the fun in rock climbing in Sanasar.
Foto: Hiteshpaarth. Aus: Wikicommons unter CC

  • Finger- und Handmuskulatur
  • Fingerstrecker
  • Unterarmmuskulatur
  • Bizeps und Armbeuger
  • Trizeps und Armstrecker
  • Schultermuskulatur
  • Kapuzen- und breite Rückenmuskulatur
  • Brustmuskulatur
  • Tiefe Rückenstreckermuskulatur
  • Gerade und schräge Bauchmuskulatur
  • Gesäßmuskulatur
  • Oberschenkelmuskulatur
  • Unterschenkelmuskulatur
  • Langer Wadenbeinmuskel


Recherche zum Thema Klettern#

Recherchen von Birgit Söser:

  • Quelle 1: Schweinheim, Frank; Schmied, Jürgen: Sportklettern - Praxiswissen vom Profi zu Ausrüstung, Technik, und Sicherheit. Bruckmann, München 2012.

  • Quelle 2: Berger, Karen: Wandern. Dorling Kindersly, Starnberg 2005.


  • Quelle 4: Köstermeyer, Guido: Peak Performance. Tmms-Verlag, Tübingen 2008.