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Koala#

von Gloria Gretzl; HS Markt Hartmannsdorf, 1b; Betreuung: Zoller; 50 Punkte;

Hier ist ein Bild eines Koalabären, Bild aus Wikicommons
Koalabär, Bild aus Wikicommons

Aussehen:#

Der Koala wird 61 bis 85cm groß und wiegt zwischen 4 und 14kg. Die Männchen ist deutlich größer als das Weibchen und im allgemeinen sind die Koalas im Norden ihres Verbreitungsgebietes kleiner als im Süden. Der Koala hat ein bräunliches oder silbergraues Fell. Die Greifhände mit zwei Daumen und drei Fingern, die mit spitzen scharfen Krallen versehen sind, sie eignen sich gut zum Klettern und zum Ergreifen der Äste. Ihre Füße tragen einen krallenlosen Daumen. Die zweite und dritte Zehe sind miteinander verwachsen. Sie haben eine dunkle Nase und große Ohren. Ihre Köpfe sind äußerst groß, obwohl deren Gehirnmasse relativ gering ist.

Lebensraum und Ernährung: #

Der Koala lebt fast nur in der Baumkrone der Eukalyptusbäume. Die scharfen Krallen geben den Tieren einen guten Halt im Baum. Den Tag verschlafen die nachtaktiven Tiere in einer Astgabel, in der Nacht klettern sie dann höher um dort Blätter und Triebe zu fressen. Der Koala frisst nur Eukalyptus und auch seine Verdauung ist speziell darauf ausgerichtet, dass diese Blätter verdaut werden können. Eukalyptus enthält auch Giftstoffe, die Koalas zwar in gewissem Maße vertragen, aber auch sie müssen darauf achten nicht zu viel dieser Giftstoffe aufzunehmen. Koalas fressen daher auch nur 20 von 300 Eukalyptus Arten und auch dann nur Blätter in bestimmten Wachstumsphasen. Koalas fressen große Mengen an Eukalyptus: 500-1000g täglich , sie trinken allerdings fast nie, da sie ihren Flüssigkeitsbedarf vor allem durch die Blätter abdecken können. Durch ihre Nahrung riechen Koalas auch stark anch Eukalyptus, was ein Schutz gegen Ungeziefer sein könnnte.

Sinnesleistung:#

Als nachtaktive Tiere besitzen Koalas ein gutes Hörvermögen, wobei das Sehvermögen nicht so gut ausgebildet ist. Die große Nase der Tiere ist außerordentlich empfindlich. Sie informiert den Koala über alles, was das Überleben, die Territorien und die Paarung betrifft. So können Koalas auch Eukalyptusblätter auswählen, die nicht so viel Toxine enthalten.

Fortpflanzung: #

Schon nach 35 Tagen Tragzeit kommt ein einzelnes Jungtier zur welt, das zu dem Zeitpunkt gerade 0,3 Gramm wiegt, blind und nackt ist. Es wandert in den Beutel der Mutter, wo es sich an einer Zitze festsaugt. Es verbringt dann um die 6 Monate im Beutel. Danach beginnt es hinaus zu klettern und wird am Rücken der Mutter herumgetragen. Nach nochmal 3 Monaten ist es dann voll ausgewachsen, bleibt aber bis zur nächsten Paarungszeit noch bei der Mutter. Koalas können 15-20 Jahre alt werden. Außerhalb der Paarungszeiten sind Koalas Einzelgänger.

Gefährdung:#

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Koala, Foto aus Wikimedia commons, verwendbar gemäß cc-Linzenz

Früher waren Koalas in Australien weit verbreitet, durch Besiedelung, Brandrodung der Wälder und Landwirtschaft haben sie aber einen großen Teil ihres Lebensraum verloren. Außerdem wurden die Tiere wegen ihres weichen Fells sehr stark gejagt. Heutzutage ist vor allem die Bedrohung durch die Zerstörung ihres Lebensraumes am stärksten, zusätzlich dazu werden viele Tiere von Autos überfahren oder von Hunden oder Katzen verletzt. Dadurch, dass sie auf engerem Raum zusammengedrängt werden, kommt es zu einem härtenen Wettbewerb um Reviere und Futter, wobei der Stress die Tiere dann zusätzlich schwächt. Auch Waldsterben, durch Verschmutzung und Umweltgifte bedingt, führt zu einem Absterben von Bäumen wie z.B. den Eukalyptusbäumen. Rund 75% der von den Koalas als Futterquelle bevorzugten Eukalyptusarten sind derzeit vom Waldsterben betroffen. Natürliche Feinde, wie zum Beispiel Dingos, Adler, Waran und kräftige Eulen udn Pythonschlangen, stellen heute keine bedeutenden Bedrohungen mehr für die Tiere dar.

Video: Koala fährt in Kanu mit

Recherche zum Thema Koala#

  • Quelle 1: Larter, Sarah. Tiere. Das Schülerlexikon, Dorling Kindersley, Starnberg 2006. S. 242.


  • Quelle 3: Kanabay, Feryal: Rekode aus dem Reich der Tiere. 333mal was Kinder wirklich wissen wollen. Compact Verlag Gmbh, München 2008. S. 5.

  • Quelle 4: Müller, Eva: 333 Tiere. 1 Aufl., Verlag Gerstenberg, Hildesheim 1988.